US-Börsenaufsicht straft IT-Unternehmer Mattes ab

DANIEL MATTES (2012): "Ich habe nichts falsch gemacht.“

DANIEL MATTES (2012): "Ich habe nichts falsch gemacht.“

Österreicher Daniel Mattes musste in den USA wegen "Täuschung" von Investoren rund 17 Millionen Dollar zahlen.

Der österreichische IT-Unternehmer Daniel Mattes, Gründer des 2016 in die Insolvenz geschlitterten US-Finanzdienstleisters Jumio Inc., wurde von der US-Börsenaufsicht SEC wegen der „Täuschung“ von Investoren belangt. Dies berichtet profil in seiner kommenden Ausgabe unter Berufung auf eine Mitteilung der SEC vom 2. April. Demnach musste Mattes den Investoren in den USA rund 16 Millionen US-Dollar an Entschädigungen und Zinsen zahlen, dazu eine Geldstrafe in der Höhe von 640.000 US-Dollar. Es handelt sich um einen Vergleich ohne Schuldeingeständnis, der noch einer gerichtlichen Genehmigung bedarf. Mattes hatte um das Jahr 2014 Jumio-Aktien aus seinem Besitz privat an US-Investoren verkauft und dabei rund 14 Millionen Dollar verdient.

"Ich habe nichts falsch gemacht“

Die SEC warf ihm „Bereicherung“ auf Grundlage aufgeblähter Geschäftszahlen vor. 2015 musste Jumio die Bücher korrigieren, Mattes verließ das Haus, 2016 folgte die Insolvenz. „Ich habe nichts falsch gemacht“, sagt Mattes gegenüber profil: „Das war ein von dritter Seite gesteuerter Konkurs, bei dem ich selbst rund 50 Millionen Dollar verloren habe.“ Die ihm angelasteten Diskrepanzen in den Büchern der Fima erklärt er mit Unzulänglichkeiten im Bereich der Finanzbuchhaltung. „Ich wollte mir ein langwieriges Gerichtsverfahren ersparen und habe den Investoren ihr Geld mit Zinsen zurückgegeben.“