<i><small>Cyberama von Thomas Vašek</small></i>
Die Roboter-Revolution

Warum die blechernen Gesellen jetzt wirklich, wirklich kommen.

„Die Roboter kommen“, titelte vergangene Woche die Wochenzeitschrift „The Economist“. Auf dem Cover sieht man blecherne Gesellen, die alte Menschen füttern, durch die Luft schweben Drohnen mit Amazon-Paketen. „Die Roboter kommen“ – das ist einer der großen Mythen des Hightech-Zeitalters. Die Roboter kommen schon, solange ich zurückdenken kann. Bloß sind sie immer noch nicht da. In der industriellen Fertigung spielen Roboter zwar eine immer wichtigere Rolle, sie leisten gute Dienste als Staubsauger oder bei Bombenentschärfungen. Aber noch sind sie nicht wirklich in unserer Lebenswelt angekommen. Roboter sind nach wie vor für viele Alltagsaufgaben einfach nicht schlau und zuverlässig genug. Doch das könnte sich in den nächsten Jahren ändern. Die Leistungsfähigkeit von Chips und Sensoren – wesentlicher Roboter-Bauelemente – wächst weiterhin exponentiell. Vor allem aber investiert die Internetindustrie in großem Stil in Roboter-Technologien.

Google hat mehrere Robotik-Start-ups aufgekauft, zugleich arbeitet man am autonomen Auto der Zukunft. Amazon setzt auf Roboter in seinen Lagerhäusern sowie Drohnen für die Paketzustellung. Auch Facebook interessiert sich neuerdings für die Drohnen-Technologie. Alle diese Faktoren könnten die Roboter-Entwicklung entscheidend beschleunigen. Allerdings ist es gut möglich, dass die „Killer-Applikation“ nichts gemein hat mit der Vision vom menschenähnlichen Roboter, der uns als elektronischer Helfer im Alltag zur Seite steht – bis er sich eines Tages womöglich gegen seine Herren stellt. Vielleicht werden die Roboter in den nächsten Jahren die Macht übernehmen, ohne dass wir überhaupt merken, dass sie da sind. Wie denken Sie darüber? Bitte schrei­ben Sie mir:

thomas.vasek@profil.at