Die Tiere des Jahres 2014

Die Tiere des Jahres 2014

Um den Jahreswechsel blickt man nicht nur gern zurück auf erinnerungswürdige Ereignisse der vergangenen Monate, es ist traditionell auch die Zeit der Best-of-Listen. In der Wissenschaft beschlagene Juroren küren etwa die größten Entdeckungen in Physik und Medizin - oder auch jene Tiere, denen die Forscher erhöhte Aufmerksamkeit schenkten. In dieser animalischen Hitparade rangieren heuer die folgenden Geschöpfe auf den oberen Rängen.

Das niedlichste Tier: Koala

Das Fachjournal "Nature“ listete gleich zehn Tiere, die als besonders niedlich oder skurril einzustufen sind. Platz eins belegt der Koala, allerdings nicht wegen seines Aussehens, sondern weil heuer die Ursache für ein typisches Verhalten geklärt wurde: Nun wissen wir, warum Koalas Bäume umarmen. Der Grund ist, dass sie dadurch ihren Körper kühlen. Weil Baumstämme im Schnitt um etwa neun Grad kälter sind als die umgebende Luft, senken die Tiere ihre Körpertemperatur, indem sie sich an Bäume klammern.

Das älteste Tier: Arthropleura armata

Er lebte vor rund 300 Millionen Jahren, erreichte bis zu zweieinhalb Meter Länge und gilt als der größte Gliederfüßer, der je an Land existiert hatte: Der Riesentausendfüßer, von dem fragmentarische Fossilienfunde vorliegen, wurde erstmals im 19. Jahrhundert wissenschaftlich beschrieben und war ein höchst effizienter Räuber. Nun wurde das gepanzerte Tier aufgrund besonderer Bedeutung für die Forschung zum Fossil des Jahres erkoren.

Das exotischste Tier: Osedax priapus

Bereits vor eineinhalb Jahrzehnten stießen Forscher in der Tiefsee auf die Gattung der Osedax-Würmer. Heuer jedoch fanden sie in 700 Metern Meerestiefe ein noch unbekanntes Exemplar: Osedax priapus. Das merkwürdige Wesen klebt mit Vorliebe an den Knochen von Walen und wächst dort förmlich fest. Um trotz dieser starren Position Kontakt zu Weibchen herzustellen, können männliche Würmer ihren Körper gewaltig ausdehnen.