STARBUGS?! Eine Ausstellung über Insekten als Nahrungsmittel

STARBUGS?! Eine Ausstellung über Insekten als Nahrungsmittel

Insekten sind nicht die Lösung aller Probleme, aber ganz sicher ein spannender Teil davon.

VERNISSAGE: Mittwoch, 3.9.2014 | 19 Uhr
Galerie WEST46
Westbahnstraße 46 | 1070 Wien
Öffnungszeiten: 4.-14. September 2014 | täglich von 16:30-20:00 Uhr

Der Begriff „Entomophagie“ - also der Verzehr von Insekten durch den Menschen - hört sich weder sonderlich attraktiv noch spannend an und erinnert schon gar nicht an Essen. In Zukunft jedoch werden Insekten möglicherweise eine der wichtigsten Nahrungsmittelquellen weltweit sein.
Der Begriff „Insekten“ ist zwar programmatisch, aber doch zu kurz gegriffen.

Eigentlich geht es um den Verzehr von allem, was irgendwie herumkrabbelt oder fliegt und was wir gemeinhin unter "eklig" subsummieren. Schnecken, Spinnen oder Würmer sind zwar per Definition keine Insekten, aber zusammen mit diesen ein fixer Bestandteil des Menüplans von ca. 2
Milliarden Menschen auf unserem Planeten.

Bisher sind etwa 1 Million Insektenarten dokumentiert, die tatsächliche Zahl wird aber deutlich höher geschätzt. Davon sind etwa 1.900 Arten für den menschlichen Verzehr geeignet. Die herausragende Fähigkeit, mit der einige Insektenarten Nahrung in Köpergewicht umwandeln können, ihre guten Nährwerte und die vergleichsweise einfachen und vor allem auch ressourceneffizienten Zuchtmöglichkeiten machen sie angesichts globaler Lebensmittelengpässe zu einer vielversprechenden und notwendigen Erweiterung der Nahrungsmittelproduktion.

Bis 2050 werden nach UN-Schätzungen ca. 9.5 Milliarden Menschen auf dem Planeten leben. Der Viehbestand wird sich bis dahin in etwa verdoppeln, was angesichts der Tatsache, dass bereits jetzt 70% der
gesamten landwirtschaftlichen Fläche für die Viehproduktion verwendet wird, mehr als herausfordernd klingt. Der Verzehr bzw. die Verwertung von Insekten zeigen hierfür einige Auswege auf. In Entwicklungs- und
Schwellenländern zielt die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) mit vielfältigen regionalen und lokalen Projekten auf das Thema der Ernährungs- bzw. Einkommenssicherung ab.

Industriell gesehen bieten Insekten einerseits indirekt als Futtermittel für die Fisch- und Viehzucht bedeutende ökologische Möglichkeiten, sie können aber andererseits auch zu Pulvern oder Pasten verarbeitet, direkt als Lebensmittelbestandteil verzehrt werden.

Im „Westen“ hingegen gibt es noch große Vorbehalte gegen Insekten als
Nahrungsquelle. Ob zu Recht oder zu Unrecht - wir wollen mit unserer Ausstellung einen Beitrag zu einem kontroversen Thema leisten, das in sich viel Spannendes, Herausforderndes und Reizvolles birgt. Wir sind keine Entomologen (nicht einmal Naturwissenschaftler) oder Landwirte. Wir
sind jedoch der Überzeugung, dass dieses Thema eine breite Aufmerksamkeit verdient.

Die Fotografin Betti Plach und der Sozioökonom und Koch Willy Geiger haben hierfür gekocht, fotografiert, inszeniert und dokumentiert.

Ergebnisse dieser Arbeit können vom 4. bis 14. September 2014 in der Galerie WEST46 im 7. Wiener Gemeindebezirk mit allen Sinnen wahrgenommen werden.

Am 3. September 2014 um 19 Uhr ist Vernissage: Es gibt Infos, Fotos, Wein vom Winzer Zens und natürlich auch ein paar Insekten zum Verkosten.

Kontakt: Betti Plach & Willy Geiger
office@bettiplach.com & willy@3point14.at
www.bettiplach.com
www.facebook.com/bettiplachfotografie
+43 699 10281483