profil-Morgenpost: Sugar for my honey

profil-Morgenpost: Sugar for my honey

Guten Morgen!

Trinken Sie gerade einen Kaffee? Mit Zucker? Gar aus Südamerika?

Dann sollten Sie eine Geschichte von Otmar Lahodynsky im aktuellen profil lesen (erhältlich hier als E-Paper oder im Zeitschriftenhandel). Die handelt nämlich von der "größten Freihandelszone der Welt", die gerade zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Paraguay, Urgugay und Argentinien entsteht. Wenn das klappt wie geplant, sollten ein paar Lebensmittel und Rohstoffe demnächst ein bisschen billiger werden: Rindfleisch, Soja, aber eben auch Zucker.

Christoph Zotter

Dagegen formiert sich eine breite Front von links bis rechts: Irland will das Freihandels-Abkommen ablehnen, Frankreich sorgt sich um seine Bauern und auch Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz sagt: "In Österreich darf es kein Ramschfleisch aus Südamerika geben." Was diese Gastro-Kritik aus Wien für jene Top-Restaurants auf der Welt bedeutet, die für viel Geld argentinische Rindersteaks servieren, bleibt noch offen.

Warum Kurz das alles jetzt einfällt, wundert jedenfalls einen Sprecher der EU-Kommission: Schließlich sei die ehemalige Kurz-Regierung über jeden Schritt beim Mercosur-Abkommen informiert gewesen. Das sagt übrigens auch das österreichische Wirtschaftsministerium auf profil-Anfrage: Österreich sei in die Verhandlungen eingebunden gewesen und habe seine Position eingebracht. Es ist halt alles kompliziert.

Apropos kompliziert: In ein paar Stunden hält Ursula von der Leyen eine Rede vor dem EU-Parlament. Am Abend stimmt dieses ab, ob die Deutsche als erste Frau die EU-Kommission leiten soll. Über ihre umstrittene Nominierung diskutierte die profil-Auslandsredaktion bereits in diesem Podcast. Es wird erwartet, dass von der Leyen vom EU-Parlament bestätigt wird. Eine einfache Mehrheit reicht, das sind 374 Stimmen.

Wir wünschen einen erfolgreichen Tag!