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Klimaanlagen: Neue Lösungen gesucht

Klimaanlagen mildern die Folgen des Klimawandels, können aber selbst dazu beitragen.

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von Robert Prazak

Es wird heißer in Österreich: Der heurige Sommer war trotz seines kühlen Finales einer der zehn wärmsten der letzten 255 Jahren und die Zahl der Hitzetage wird weiter steigen. Was kann man dagegen tun? Daheim lautet das Mittel der Wahl: Klimaanlage einschalten. Denn weil Österreich vom Klimawandel besonders stark betroffen ist, kann es in Innenräumen an Hitzetagen ausgesprochen ungemütlich sein. Laut Green Market Report des Umweltministeriums wird sich der Kühlenergiebedarf im Gebäudesektor in Österreich in den kommenden 50 Jahren daher verdreifachen.

Das hat Auswirkungen: Für Deutschland wird geschätzt, dass der Anteil von Klimageräten am Stromverbrauch des Landes von derzeit ein Prozent auf bis zu sechs Prozent steigen wird, in Österreich dürften die Zuwachsraten ähnlich sein. Abgesehen davon sind die für Klimaanlagen benötigten Kältemittel potenziell schädlich für Umwelt und Klima. Allerdings verwenden moderne Geräte Mittel, die in dieser Hinsicht besser abschneiden; zudem schränkt die EU die Verwendung der sogenannte F-Gase sukzessive ein.

Worauf sollten man bei der Auswahl einer Klimaanlage heute achten?

  • Die Energieeffizienz der Geräte hängt unter anderem davon ab, wie viel Kühlleistung benötigt wird, um einen oder mehrere Räume zu kühlen.
  • Der Energieverbrauch eines Geräts sollte auch ein Kriterium bei der Anschaffung sein. Grundsätzlich muss zwischen Monoblock-Klimaanlagen (vorwiegend mobile Geräte mit Abluftschlauch) und Multisplitgeräten (mit Außenanlage) unterschieden werden.
  • Klimaanlagen lassen sich mit anderen Geräten im Haushalt bzw. Smart-Home-Systemen vernetzen und werden dadurch zu „smarten Klimageräten“. Dadurch ist unter anderem die automatische Abschaltung beim Öffnen der Fenster möglich.

Um den Einsatz von Klimaanlagen zu reduzieren, sind zunehmend andere Maßnahmen geplant, die schon bei der Planung und Errichtung eines Gebäudes beginnen: Gestaltung von Außenwänden und Fenstern, Verwendung isolierender Materialien oder eben auch begrünte Fassaden können den Bedarf an Kühlgeräten reduzieren. In Forschungsprojekten wird zudem nicht nur an umweltverträglichen Kältemitteln geforscht, sondern auch an Klimaanlagen, die sogar CO2 einfangen könnten.

Ein weiterer Aspekt ist indes die Belüftung: Wegen der Coronapandemie wurde in Wohn- und Arbeitsräumen stärker auf das Lüften geachtet, unter anderem durch regelmäßiges Öffnen der Fenster. Das wiederum hat die Bedeutung einer guten Belüftung gezeigt, nicht nur wegen gefährlicher Viren, sondern für die Gesundheit und das Wohlbefinden allgemein. Die Balance aus Kühlen, Heizen und Lüften zu finden wird sowohl für das Raumklima als auch für den Klimaschutz wichtig sein.