Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Bundesverbands Photovoltaik Austria
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Photovoltaik: Sonnige Aussichten

Photovoltaik-Module auf Dächern sind ja nichts Ungewöhnliches – in diesem Fall aber doch.

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von Robert Prazak

Denn diese Module werden auf den Aufbauten von Lkw befestigt und sollen fünf bis zehn Prozent des Energiebedarfs des Fahrzeugs decken. Derzeit ist ein solcher 18-Tonner mit Solarmodulen in Deutschland unterwegs. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE mit Sitz in Freiburg will im Rahmen des Projekts Lade-PV dessen Praxistauglichkeit erproben. Ein erster Schritt ist mit der Straßenzulassung für schwere Nutzfahrzeuge mit integrierter Photovoltaik bereits getan. 

Das zeigt, welches Potenzial in diesem Bereich steckt, selbst wenn auf Fahrzeugen montierte Module nur einen geringen Anteil an der Energieerzeugung aus Photovoltaik ausmachen wird. Eine aktuelle Studie von Wissenschaftern irischer, englischer und amerikanischer Institute zeigt, dass der weltweite Bedarf an Elektrizität durch Solarmodule auf der Hälfte aller weltweit vorhandenen Dächer gedeckt werden könnte. Dabei wurden auch Schwankungen bei der Energieerzeugung an unterschiedlichen Standorten – etwa in Nordeuropa – berücksichtigt. Photovoltaik-Anlagen könnten in Städten zu einer deutlichen Reduzierung der Luftverschmutzung durch verminderte Nutzung fossiler Energieträger führen; in ländlichen Regionen könnten sie die Abhängigkeit von zentralen Energienetzen reduzieren. Hürden sind allerdings die derzeit hohen Kosten für die Speicherung von Energie aus Photovoltaik, außerdem liefern solche Anlagen für energieintensive Anwendungen in der Industrie noch nicht genug Energie. Die sinkenden Preise für Solarmodule könnte dennoch bedeuten, dass diese Form der Energieerzeugung eine Schlüsselfunktion im Kampf gegen den Klimawandel hat. 

Derzeit berichten Lieferanten von Engpässen und längeren Wartezeiten – ausgerechnet jetzt, wo doch die Nachfrage steigt. Die weltweite Photovoltaik-Branche sei von den Verzögerungen in den Lieferketten nicht verschont geblieben, bestätigt Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Bundesverbands Photovoltaik Austria. So gibt es im Bereich der PV-Module Verzögerungen, auf Grund verschobener oder fehlender Transportlinien für Rohmaterialien, Vorprodukte und Fertigprodukte. Zudem führt der Produktionsrückstau wegen der weltweit stark steigenden Nachfrage nach Photovoltaik zu Problemen. Langfristig wird aber kein Weg an einem Ausbau vorbeiführen – und damit könnte die Produktion in Europa wichtiger werden. Vera Immitzer: „Damit ist der aktuelle Trend, dass in Europa die PV-Industrie wieder Produktionen auf- und ausbaut, sehr zu unterstützten, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen.“ Solarmodule aus europäischer Produktion sind besonders klimafreundlich, zeigt eine Untersuchung des vorher erwähnten Fraunhofer-Instituts ISE.