© Miriam Primik

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04/10/2021

Sehstärke

Auf Expansionskurs ist das steirische Familienunternehmen Wutscher, das von Fritz Wutscher in zweiter Generation geführt wird.

von Robert Prazak

Vor 55 Jahren von seinem Vater gegründet, betreibt die Optikerkette, die unter dem Namen Sehen!Wutscher auftritt, inzwischen 83 Filialen in Österreich, bis Ende des Jahres sollen es 90 sein. Wutscher führt das Unternehmen gemeinsam mit seinen Kindern Alexandra und Fritz jun., beide sind ausgebildete Augenoptiker. „Wir haben im letzten Geschäftsjahr trotz der Lockdowns eine positive Umsatzentwicklung erzielen können“, sagt Wutscher. Für die Expansion brauche es drei Faktoren: „Top-Mitarbeiter, beste Geschäftslage sowie das notwendige Eigenkapital, um einen neuen Standort entwickeln zu können.“ Es gehe jetzt um das Verdichten des Filialnetzes. Mit einem Auge blickt der Firmenchef indes auf eine mögliche Expansion ins Ausland – dort wären dann „auch andere Beteiligungsstrukturen“ denkbar.

Basis für das Wachstum sind für Wutscher die Konzentration auf hohe Servicequalität und gute Mitarbeiter. „Unsere Mitarbeiter liegen uns sehr am Herzen: Wir wollen ihnen einen Raum schaffen, in dem sie sich verwirklichen können.“ Zufriedene Mitarbeiter seien wichtiger als kurzfristig den Gewinn zu maximieren. Eine langfristige Ausrichtung sei überhaupt eine Devise des Unternehmens – und typisch für einen Familienbetrieb. „Wir denken nicht in Quartalsergebnissen, sondern in Generationen, oder wie wir es gerne ausdrücken: Wir möchten das Unternehmen enkelsicher aufstellen.”

Was unterscheidet Familienunternehmen von anderen Firmen? „In Familienbetrieben gibt es oft stärkere Emotionen als in anderen Unternehmen, etwa zwischen den Generationen oder zwischen den Geschwistern“, meint Wutscher. In seinem Familienunternehmen werde zwischen drei Rollen unterschieden, die jeder einnimmt: „Zum einen sind wir alle Familienmitglieder mit den typischen familiären Gefühlen wie Zuneigung, Fürsorge und Liebe. Zum anderen müssen wir als Unternehmer strategisch und ökonomisch Denken.“ Darüber hinaus beeinflussen die Eigentumsverhältnisse das Verhalten. „Und diese drei Rollen gilt es für uns bewusst zu trennen“, sagt Wutscher. Und deshalb müsse sich jeder Einzelne bewusst sein, wann er welche Rolle einnimmt: „Wenn wir gemeinsam auf Urlaub fahren, bin ich Vater, nicht Unternehmer. Und wenn ich im Unternehmen bin, tritt das Private in den Hintergrund und ich muss rationale Entscheidungen treffen können.“

Neben Manner und der Optikerkette Wutscher gibt es in Österreich eine Reihe weiterer Familienunternehmen. Zu den bekanntesten zählen der Papierkonzern Mayr-Melnhof, Fertighaushersteller Hartl Haus , die burgenländische Polychem, HappyFoto aus Oberösterreich und der Wiener Spielkartenhersteller Piatnik.

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