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Advertorial
10/16/2021

Wissenschaft & Klimaschutz

Kampf gegen den Klimawandel: Aktuelles aus Wissenschaft & Forschung

Plastikersatz

Plastikmüll ist nicht nur bei Lebensmitteln ein Problem, sondern auch in der Landwirtschaft und im Gartenbau: Die Mulchfolien, die zur Abdeckung von Ackerfläche verwendet werden, können nach der Verwendung oft nicht zur Gänze eingesammelt werden. Reste der Folien, die aus Polyethylen bestehen, gelangen ins Erdreich und Fragmente können sogar in Nahrungsmittel gelangen. Ein Forscherteam des Würzburger Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung entwickelt nun Folien aus cellulose-basiertem Papier, die biologisch abbaubar sind. Die Herausforderung ist, nachhaltige Folien zu entwickeln, die lange genug halten – dazu soll eine Beschichtung aus sogenannten Hybridpolymeren beitragen. Sollte das gelingen, könnten die herkömmlichen Folien ersetzt werden.

Milchrechnung

Am besten ökologisch und von der Weide: Eine Studie im Auftrag des deutschen Umweltbundesamtes kommt zu dem Schluss, dass Milch aus ökologischer Landwirtschaft für die Umwelt besser ist. Und auch beim Klimaschutz schneidet diese Milch nicht schlechter ab als jene aus konventioneller Landwirtschaft. Der Grund: Weil die Kühe bei der Öko-Milchwirtschaft weniger Milch pro Futtereinheit geben, ist der Anteil der Methanemissionen aus der Verdauung der Tiere zwar höher, dies wird jedoch dank geringerer Emissionen durch den Einsatz heimischer Futtermittel kompensiert. Ein weiteres Ergebnis: Milch aus Weidehaltung ist besonders umwelt- und kostenschonend.

Katastrophenstimmung

Kinder, die 2020 geboren wurde, werden bis zu sieben Mal mehr Hitzewellen durchmachen als Menschen, die 1960 geboren wurden. Das zeigt eine Studie, die vor kurzem in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurde („Intergenerational inequities in exposure to climate extremes“). Diese Generation wird auch von weiteren Naturkatastrophen viel stärker betroffen sein als ihre Eltern und Großeltern, unter anderem von Überschwemmungen und Waldbränden. Solche Ereignisse würden nicht nur häufiger auftreten, sondern auch länger dauern und an Intensität zunehmen, meinen die Studienautoren. Betroffen werden vor allem Menschen in ärmeren Staaten sein, unter anderem jene in Subsahara-Ländern. 

Forschungsspiel

Auf spielerische Weise jungen Menschen das Thema Mikroplastik näher bringen – das ist die Idee hinter der Escapebox Ocean Eye, die im Zentrum Fokus Forschung der Universität für angewandte Kunst in Wien aufgestellt wurde. Bei diesem Escape-Spiel für Jugendliche ab 15 Jahren können wissenschaftliche Rätsel gelöst werden, die auf die Problematik von Mikroplastik für Menschen und die Umwelt aufmerksam machen; wissenschaftliche Vorkenntnisse sind nicht nötig. Das Projekt, das unter anderem vom ScienceCenter Netzwerk entwickelt wurde, läuft noch bis Ende November (täglich, drei bis sechs Spieler).

Sensornetzwerk

Emissionsschätzungen beruhen meistens auf Hochrechnungen – in München wird das nun anders sein: In der deutschen Stadt wurde das erste vollautomatische Sensornetzwerk zur Messung städtischer Treibhausgasemissionen eingerichtet. Dieses besteht aus fünf optischen Instrumenten, die das Spektrum des Sonnenlichts analysieren und die Konzentration der Gase Kohlenstoffdioxid, Methan und Kohlenstoffmonoxid messen. Auf diese Weise kann aufgezeigt werden, welche Emissionen direkt in der Stadt entstehen. Das Projekt trägt den Namen MUCCnet (Munich Urban Carbon Column network) und wurde von der Arbeitsgruppe von Jia Chen, Professorin für Umweltsensorik und Modellierung der Technischen Universität München, entwickelt. Die Methoden und Modelle sollen sich jetzt in der Praxis beweisen, um in weiterer Folge auch in anderen Ländern zum Einsatz zu kommen.

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