Olympische Charta: Homosexuelle Sportler geschützt

Olympische Charta: Homosexuelle Sportler geschützt

Die Olympischen Winterspielen in Sotschi vor Diskriminierungen. "Sexuelle Orientierung" sei Teil des Anti-Diskriminierungs-Prinzips, sagte IOC-Präsident Thomas Bach vor der Eröffnung der umstrittenen Spiele.

IOC-Präsident Thomas Bach sieht homosexuelle Sportler bei den Winterspielen in Sotschi von der olympischen Charta geschützt. "Sexuelle Orientierung" sei Teil des Anti-Diskriminierungs-Prinzips der Charta, sagte Bach in Sotschi. "Wir sind gegen jede Form von Ausgrenzung", betonte er mehrfach auf die Frage zum Umgang mit Homosexuellen in Russland.

Im Gastgeberland der Winterspiele gilt ein international kritisiertes Verbot, positiv in Gegenwart von Minderjährigen über Homosexualität zu sprechen. Darauf stehen Geldstrafen.

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Obama: „Keinerlei Diskriminierung beugen”
US-Präsident Barack Obama hatte den homosexuellen Mitgliedern der US-Olympiadelegation erst am Donnerstag erneut den Rücken gestärkt. Die USA wollten demonstrieren, dass sie sich keinerlei Diskriminierung beugten, auch nicht solcher "auf der Grundlage sexueller Orientierung".

Offen für Debatten
Vor dem Beginn der Spiele zeigte sich Bach offen für Debatten. "Man kann nie politische Diskussionen verhindern. Es gilt das Recht der Redefreiheit für jeden." Zur Kritik von Menschenrechtlern und Aktivisten sagte der IOC-Präsident, das Internationale Olympische Komitee (IOC) gehe allen konkreten Hinweisen auf Verstöße nach.

So seien etwa rund 5,8 Millionen Euro an in 13 Firmen beschäftigte Wanderarbeiter gezahlt worden, die ihre Löhne nicht erhalten hatten, berichtete Bach. Das Geld zahlten die Unternehmen erst, nachdem die Regierung und Organisatoren auf Beschwerden des Menschenrechtsbeauftragten Wladimir Lukin reagiert und sich dafür eingesetzt hatten.

(APA/Red)