Popfest Wien 2013: Stadtfestival am Karlsplatz

45 Bands, vier Bühnen, eine Kirche: Vier Tage und vier Nächte lang findet beim bereits 4. Popfest Wien (25. bis 28. Juli) am Karlsplatz eine Leistungsschau der österreichischen Popprominenz (und vieler Neuentdeckungen) statt. profil online berichtet vom heimischen Großpopevent am Wiener Karlsplatz:

+++ Das war das Popfest 2013 +++

Es ist jetzt sehr einfach und platt, einen Beitrag über das Popfest mit Wörtern wie Schweiß und Hitze einzuleiten. Aber es beschreibt das Festival einfach schon einmal sehr trefflich (und ich schwöre, ich sah sogar Menschen in den Wartereihen regelrecht verdampfen! Schneller noch als ihr Bier!).

+++ Interview +++

„Wir werden unsere Wiedergeburt zelebrieren“

Zwischen Traum und Alptraum, Abgrund und Erlösung: The Scarabeus Dream betritt nach einer Zeit der Stille beim erstmals wieder eine Bühne. Hannes Moser erklärt im Kurzinterview per E-Mail, wie Musikerwunden heilen und das eigen Album das schlimmste der letzten Jahre war.

+++ Interview +++

„Das alles zusammen macht Spopaß!“

fijuka gilt als einer der Geheimtipps des diesjährigen Popfests. Im Kurzinterview per E-Mail erklärt das österreichisch-deutsche Pop-Dance-Duo warum Menschenpyramiden auf der Bühne problematisch sind und fijuka eigentlich gar keine 80er-Retro-Band ist.

+++ Interview +++

„Großartige Alternativmusik aus Österreich ist selbstverständlich geworden”

Popfest-Kurator Patrick Pulsinger im Interview mit profil online über seine Arbeit als Kurator, Wien als florierende Pophauptstadt und das notwendige Übel Kulturpolitik.

+++ Popfest-Wegweiser +++

Die Gegend zwischen Karlskirche, Secession und Künstlerhaus, heute von Touristen, Stadtflaneuren, Popmusik- und Freiluftkino-Fans gleichermaßen geliebt, galt lange als Problemzone der Wiener Stadtpolitik. Als Festivalstandort wird der Karlsplatz seit 2010 beim alljährlichen Popfest Wien genützt. profil online präsentiert einen Wegweiser mit ersten ausgewählten Programmtipps:

+++ Seebühne +++

Neben heimischen Immer-wieder-Größen wie Bauchklang , gibt es auf der Hauptbühne am Eröffnungsabend (Donnerstag, 25. Juli, ab 18:30) mit den Space-Rock-Revivalisten Steaming Satellites und dem virtuosen Elektro-Duo Her Voice Over Boys (kurz: HVOB) auch zwei Rookie-Bands mitten am Platz.

+++ TU Prechtlsaal +++

Die Rohdaten versprechen Eindeutigkeit: Wiener/Berliner-Duo im wunderbaren Grenzland von Dance und Soundspielerei. Bereits mit ihrer wunderbaren Debüt-EP „Behave (From Now On)“ konnten sich Fijuka (Donnerstag, 25. Juli, 01:00) eine Fanbasis erspielen. Merke: die beiden Damen sind nicht zu stoppen. Was ist zu erwarten? Luftsprünge, Kopfschütteln, Tanzbeinschwingen.

+++ brut-Bar im Künstlerhaus +++

Zwischen Mundart-Propaganda und Elektro-Punk: Das Popfest lädt zur Partynacht in der brut-Bar mit König Leopold , Punda Omar , Ghost Capsules und Gudrun von Laxenburg (Samstag, 27. Juli, 23:00-02:00).

+++ Wien Museum +++

Pflichttermin: Das Wien Museum als Spiel- und Experimentierwiese (Donnerstag, 25. Juli, ab 22:30) zwischen hoher Singer-Songwriter-Schule ( Schmieds Puls ), rauer Mädchenstimmen mit Cello-Begleitung ( In jedem Mädchen ein Hafen ) und einer groovenden Interpretation des Wienerlieds ( Müßig Gang inklusive Skero ).

+++ Karlskirche +++

Ost Klub raus, Karlskirche rein: Erstmals wird beim Popfest auch der prachtvolle Barockbau bespielt. Akustische und elektronische Klänge werden bei Ritornell & Mimu (Sonntag, 28. Juli, 21:00) zum Spielball dahinwabernder Songminiaturen. Klavier, Kontrabass und Akkordeon inklusive.

Vorsicht: Für die zwei Konzerte am Abschlusstag gibt es streng limitierte Zählkarten.

+++ Es folgt: Interview mit dem diesjährigen Popfest-Kurator, Musiker und Produzenten Patrick Pulsinger +++

Es berichten: Philip Dulle, Stephan Wabl

Weitere Infos: popfest.at