"profil": Kulturministerin Schmied kritisiert ÖVP-Schwenk bei der Restitution von Kunst

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, stellt sich Kulturministerin Claudia Schmied vehement gegen die Vorschläge von Finanzminister Wilhelm Molterer, das Kunstrückgabegesetz abzuschwächen. "Wenn Wilhelm Molterer neue Ausnahmen für die Restitution von Schenkungen an den Bund verlangt, so ist das ein klarer Widerspruch zum Ziel, keine Kunstwerke mit fragwürdiger Provenienz im Besitz des Bundes zu behalten. Ich lehne diesen Zugang ab."

Schmied weiter: "Durch eine Immunität für Schenkungen würden wir Tür und Tor für eine weitere Ausweitung des untragbaren moralischen Graubereichs schaffen, den wir gerade durch die Novelle verkleinern wollen. Dieser Schritt würde den Ruf der Republik im Ausland nachhaltig schädigen und signalisieren, dass weiterhin die Bereitschaft besteht, fragwürdiges Eigentum nicht zurückzugeben."

Auch Erika Jakubovits, die Direktorin der Israelitischen Kultusgemeinde, übt an Molterers Plänen scharfe Kritik: "Die Forderungen des Finanzministeriums sind geeignet, alle Bekundungen der Republik Lügen zu strafen, dass ihr die Rückgabe von Kunstgegenständen ein Anliegen sei."

Die ganze Story lesen Sie im "profil" Nr. 37.