5K HD
5K HD

© Ingo Pertramer

Kultur
09/09/2019

„High Performer“ von 5K HD: Magische Momente

Die Wiener Elektrojazz-Formation 5K HD veröffentlicht ihr ausgezeichnetes zweites Album „High Performer“.

von Philip Dulle

Was eine gute Band von einer hervorragenden unterscheidet: ein magischer Moment, ein gelungenes Zusammenspiel unterschiedlichster Faktoren. Im Falle der Wiener Elektropopjazz-Virtuosen 5K HD, bestehend aus der Sängerin Mira Lu Kovacs, den Kompost-3-Musikern Benny Omerzell (Keyboard), Manu Mayr (Bass), Martin Eberle (Trompete) und neuerdings Andreas Lettner am Schlagzeug, ist es der rauschhafte Mix unterschiedlicher Stile. Die Musik von 5K HD klingt gleichermaßen nach Free-Jazz-Exkursen, Elektropop und durchgeknallten Prog-Rock-Elementen, spielt mit Trap und Minimal-Techno-Einflüssen, ist futuristisch und dennoch im Hier und Jetzt verankert.

In den zwei Jahren nach Veröffentlichung ihres Debütalbums „And To In A“ hat sich aus der Versuchsanordnung 5K HD eine richtige Band geformt – und das hört man den zehn neuen Liedern auch an. Nach dem magischen Moment der Bandwerdung, einer Konstellation, in der sich alle Beteiligten hörbar wohlfühlen, erscheint dieser Tage das zweite Studioalbum „High Performer“.

Die Frage, wann aus einem musikalischen Projekt eine richtige Band wird, hat sich bei 5K HD nie gestellt. Die mitreißenden Songs des Debütwerks sind von Fans und Kritikern gleichermaßen wohlwollend aufgenommen worden. Außerdem hat man es auf Anhieb geschafft, das Wiener WUK auszuverkaufen. Ab diesem Moment war klar, dass man das Projekt weiterverfolgen sollte. Für Kovacs, die ihre Singer-Songwriter-Band Schmieds Puls nach Personalrochaden neuerdings unter ihrem eigenen Namen fortführt, erfüllt 5K HD zudem viele künstlerische Visionen – und beantwortet viele musikalische Fragen, die sie sich davor nie gestellt hatte. Sie sei ein unglaublich neugieriger Mensch, sagt sie, und mit dieser Band seien ihr keine Grenzen gesetzt. „Wir sind sehr g’spürig miteinander.“

Nach dem eruptiven, schnellen Entstehen des Debütalbums (die Band nennt es Vulkanausbruch-Verfahren), hat man sich für das Zweitlingswerk bewusst mehr Zeit genommen. Die neuen Songs sind am Punkt. „High Performer“ ist elektronischer, in Strukturen und Arrangement auch poppiger. So gibt es zwischen den Nummern noch immer Stilwechsel, aber die Songs an sich weißen nicht mehr so viele Brüche auf, sind weniger spröde. Als Hörer findet man einen leichteren Zugang in das Klanguniversum, obwohl es nicht die Intention der Band war, sich mit dem zweiten Album dem Musikmarkt oder den Hörern anzubiedern: „Wir wollten den Erwartungen nicht entsprechen“, meint Kovacs, „sondern sie vielleicht sogar übertreffen.“

5K HD: High Performer (fiveK Records)

Diese Woche in der unerhört-Playlist:

Young Thug: So Much Fun Pixies: Catfish Kate (Song) Thom Yorke: Anima Big Thief: Not (Song) Chris Staples: Holy Moly Mavi Phoenix: Romantic Mode (Song) Helado Negro: This Is How You Smile MOTSA: Revolution (Song) Nicole Jaey: Breeze (Song) Jenny Lewis: Red Bull & Hennessy (Song)

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