Neue Alben: Farewell Dear Ghost, Porches und Frankie Cosmos

FAREWELL DEAR GHOST: SKIN

FAREWELL DEAR GHOST: SKIN

Schlafzimmer-Pop, der unter die Haut geht und den Frühling einläutet: profil unerhört präsentiert die wichtigsten Alben der Woche.

Farewell Dear Ghost: Skin EP (Ink Music)

Leiser Pathos, feines Getöse? Farewell Dear Ghost spielt noch immer mit den Gegensätzen. Das Bandkollektiv schenkt sich nach Album und Tour ein paar Songs, die nicht nur sofort unter die Haut gehen, sondern zum Innehalten und Durchatmen einladen; eine ruhige, meditative Variante ihres Debüterfolgs „We Colour The Night“ (2013). „Skin“ heißt folgerichtig die neue EP der vier Musiker und zeigt, wie herzerwärmend düsterer Indiepop aus Österreich sein kann. (7.5/10) Ph. D.

WE WERE WILD ONCE // Farewell Dear Ghost (Official Video)

Porches: Pool (Domino)

Ein schlaffer Basketball, eine Hand, die etwas schüchtern danach greift; weißes Passepartout. Das Coverbild von „Pool“, das neue Album des Musikers Aaron Maine alias Porches, erzählt ziemlich genau, wie die Musik hier zu klingen hat. Sanfter Lo-Fi-Pop, ruhige Synthie-Elegien, Chillwave, entrückter Gesang. Maine, der aus der Provinz nach New York City gezogen ist, sucht in der Weltstadt nicht nur nach dem schönsten Schlafzimmer-Pop, sondern auch die Anonymität der Masse. Ein Album für all die schlaflosen Traumtänzer da draußen. (7.3/10) Ph. D.

Porches - Be Apart (Official Video)

Frankie Cosmos: Sinister (Bayonet)

Bunte Wollpullover, fliegende Röcke, Kopf in den Wolken und Lo-Fi im Kopfhörer: Frankie Cosmos kündigt mit der Single "Sinister" ihre neue Platte an und läutet damit den Frühling von St. Pölten bis San Francisco ein. Denn auch wenn die junge Frau das Zwielicht dem Sonnenschein vorzieht, verspricht auch ihr zweites Album ein freudiger Wegbegleiter durch wieder aufwachende Städte und Landschaften zu werden. "Next Thing" erscheint am 1. April. (S.W.)