Opernball: Jonas Kaufmann begeisterte bei Generalprobe

Der Tenor Jonas Kaufmann während der Generalprobe zum Opernball 2017 am Mittwoch,

Der Tenor Jonas Kaufmann während der Generalprobe zum Opernball 2017 am Mittwoch,

Maria Großbauer: "Es ist noch viel größer und schöner, als ich es mir vorgestellt habe."

Es gibt nur wenige Veranstaltungen, bei denen sogar die Generalproben Publikumsmagneten sind. Doch auch die große Probe für den Opernball 2017 am Mittwochabend bescherte der Oper erneut ein volles Haus. Die Besucher wurden nicht enttäuscht: Der stimmgewaltige Startenor Jonas Kaufmann sorgte mit seinem Auftritt für riesige Begeisterung.

Der Startenor sang - ebenso wie beim Opernball am Donnerstag - "La fleur que tu m'avais jetee" aus "Carmen" sowie "Dein ist mein ganzes Herz" aus "Das Land des Lächelns" von Franz Lehar. Das Staatsopernorchester dirigierte dabei mit der Italienerin Speranza Scappucci zum ersten Mal eine Frau.

Auch die Ballettcompagnie der Staatsoper bekam viel Applaus für den vom Choreografen Lukas Gaudernak gestalteten Walzer "Künstlerleben". Ein witziges Detail dabei: Die Kostüme für die Compagnie des Wiener Staatsballetts sowie der Ballettakademie der Wiener Staatsoper sind erst beim 61. Opernball eigene Kreationen aus einem Guss - und zwar von Christof Cremer. Zuvor bediente man sich am reichhaltigen Fundus.

Doch nicht nur die Profis, sondern auch die Debütanten machten ihre Sache ordentlich. Wie schon die kleineren Proben gezeigt hatten, haben die Jungdamen und -herren heuer kaum Probleme mit der von Roman Svabek choreografierten Eröffnung. Der Zeremonienmeister hatte nur mehr an Details zu feilen. "Hier noch einen Schritt zurück, da ist es zu weit. Lassen wir es mal so." Sein Fazit: "Wir bekommen das hin."

Die neue Opernball-Organisatorin Maria Großbauer war von der Generalprobe begeistert. "Es ist noch viel größer und schöner, als ich es mir vorgestellt habe", sagte sie der APA. Am Mittwochabend war die Vorfreude auf den Ball auch noch stärker als die Nervösität. Zeit zum Verschnaufen hat sie aber nicht: "Morgen komme ich noch am Vormittag ins Haus, da gibt es noch unzählige Kleinigkeiten zu erledigen", sagte sie. Ein erstes Aufatmen gibt es erst, wenn sie kurz vor 22.00 Uhr für die Eröffnung in ihrer Loge Platz nimmt. "Dann ist es nicht mehr in meinen Händen", meinte die Organisatorin. Ihr Ziel hat sie erreicht, "wenn alle einen Freude und einen Spaß haben, dafür geht man ja schließlich auf den Opernball".