Gerechter Lohn: Wien erhöht sein Kulturbudget – zumindest im Theaterbereich

Stadträtin Veronica Kaup-Hasler

Stadträtin Veronica Kaup-Hasler

Wie das Büro der Kulturstadträtin Kaup-Hasler bestätigt, wird es im demnächst zu beschließenden Budget für 2020, was Wiens Bühnen betrifft, eine Erhöhung um rund vier Millionen Euro geben.

Das von der Wiener Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler ausgehandelte Kulturbudget für 2020 sieht eine Erhöhung im Bereich Theater von rund vier Millionen Euro vor. Die Zahlen wurden vom Kulturamt bestätigt. Davon sollen zwei Millionen Euro ins krisenerschütterte Volkstheater fließen. Die restlichen zwei Millionen werden den Wiener Klein- und Mittelbühnen zugute kommen. Das Geld ist zweckgebunden, es soll nicht darum gehen, mehr Kunst zu produzieren. Die Höherdotierung ist eine Fair-Pay-Maßnahme: Sie soll dem Personal zugute kommen, um es gerechter und besser zu bezahlen. Zentrales Anliegen ist es, die prekäre Arbeitssituation von freien Kunstschaffenden zu verbessern.

In Berlin hat sich das Modell der Honoraruntergrenzen-Empfehlungen bewährt. Hierzulande gibt es keine verbindlichen Mindeststandards, was die Honorare betrifft, was oft zu Selbstausbeutung führt. Über 25 Klein- und Mittelbühnen werden also eine signifikante Höherdotierung ihrer Subvention erhalten. Die Budgetplanung 2020 ist, was die Theater betrifft, zyklisch konzipiert: Jene Bühnen, die heuer nicht berücksichtigt wurden, werden nächstes Jahr evaluiert und 2021 voraussichtlich höher dotiert.