Rainer Nikowitz: Liebes 2019!

Rainer Nikowitz: Liebes 2019!

Man wird sich ja noch was wünschen dürfen. Sie. Ich. Jeder.

Herbert Kickl: Sie glauben jetzt sicher, dass ich mir einen Polizeistaat herbeiwünsche. Oder gleich die Weltherrschaft. Aber die kommt erst 2020. Für 2019 wünsch ich mir nur ein Äffchen. Das kunterbunte Haus und das Pferd hab ich ja schon.

Theresa May: Ganz Europa hatte dieses Jahr die Möglichkeit zu sehen, dass ich eine Pragmatikerin bin, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht. Also wird es Sie nicht wundern, dass ich mir für 2019 einen Brexit nach britischen Vorstellungen wünsche. Und einen Flug zum Jupiter.

Didi Kühbauer: Wir sind Rapid, und wer seid ihr, und darum setzen wir uns natürlich große Ziele. Ich möchte, dass meine Spieler nächstes Jahr mehr Punkte in der Tabelle haben als andere Blinde auf der Schleife.


Pamela Rendi-Wagner: Eines ist klar: Die SPÖ muss nächstes Jahr anfangen, sich zu überlegen, wann und wie man anfangen könnte, den Anfang einer kantigen Oppositionspolitik anzudenken. Aber man muss uns zugute halten: Aller Anfang ist schwer.

HC Strache: Ich möchte meinen auch schon in Form eines Bestsellers festgehaltenen Weg vom Rebellen zum Staatsmann so konsequent weiterführen, dass ich Ende 2019 zumindest ein Achtel der Strecke geschafft habe. Und meinem Sohn, der nächstes Jahr geboren wird, wünsche ich ein sonniges Leben ohne Klimaschutzlüge.

Stefan Petzner: 2019 wird das Jahr, in dem ich endlich wieder durchstarte. Die „Dancing Stars“ sind dabei nur der erste Schritt. Danach wage ich nämlich den Sprung über den großen Teich und werde Visagist von Donald Trump.

Sebastian Kurz: Wie Sie wissen, war ich 2018 sowohl auf dem Cover von „Time“ als auch von „Newsweek“. Und da red ich noch gar nicht von der Sonntags-„Krone“! Jetzt wird mich hoffentlich die „Neue Post“ nicht mehr länger ignorieren.

Johann Gudenus: Nachdem ich ja gerne nächster Wiener Bürgermeister werden würde, habe ich mir für 2019 vorgenommen, meinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen – also nicht mehr so überlegt und zurückhaltend zu agieren wie bisher. Meine nächste Forderung ist also, das nächtliche Ausgehverbot für Asylwerber auf den ganzen Tag auszuweiten. Das ist nur logisch, denn am Tag sieht man sie ja leider noch besser.

Neymar: Ich möchte mein seit der WM ebenso unerklärlicher- wie ungerechterweise etwas ramponiertes Image verbessern – und etwas für den Klimaschutz tun: Ich verzichte auf meinen Privatjet und fliege ab nun selbst.

Andreas Gabalier: Ich möchte 2019 nicht nur im Konzerthaus, sondern auch in der Staatsoper, der Scala und der Met auftreten – und gefälligst super Kritiken bekommen. Wenn das nichts wird, können die Linken was erleben!

Hubert Fuchs: In meinem ersten Jahr als Staatssekretär hat die Sache mit meinem Bekanntheitsgrad zugegebenermaßen noch nicht ganz nach Wunsch funktioniert. Aber das liegt auch daran, dass meine Verwandtschaft sehr verstreut ist und man sich nicht so oft sieht. Vielleicht sollte ich einmal wieder meine Mutter besuchen.

Donald Trump: Ich werde mir 2019 endlich wieder mehr Zeit für Golf nehmen als bloß lumpige 100 Tage. Dieser Putin vertritt mich in Washington hervorragend.

Wolfgang Fellner: Wir bringen nächstes Jahr auf oe24.tv eine unglaubliche Weltsensation. Keines der anderen großen Networks wird so was haben, CNN, ABC, niemand: ein Exklusiv-Interview mit Gott! Wer mich da genau interviewt, werma no sehen.

Alexander van der Bellen: Ich setze auf Kontinuität: Ich würd auch 2019 gern draufkommen, warum ich den Job damals noch einmal schnell haben wollt. Und wollen S’ für 2020 auch gleich a Antwort?

Beate Hartinger-Klein: Hiermit erkläre ich die Internationale Fachmesse für Sanitätsbedarf und orthopädisches Schuhwerk für eröffnet! Wart amoi, is des sicher der richtige Zettel?