© Udo Titz

Meinung
02/25/2019

Rainer Nikowitz: Stillleben

Die Stimmen, die meinen, Pamela Rendi-Wagner sei viel zu leise, werden immer lauter.

von Rainer Nikowitz

Ludwig: Wo is sie denn scho wieder? Drozda: Auf Klausur irgendwo. Doskozil: Klausur? Mit wem? Drozda: Mit sich selber. Sie sagt, sie muss nachdenken.

Ludwig: Nachdenken? Echt jetzt? Drozda: Was is daran falsch?

Ludwig: Im Prinzip eh nix. A paar von meine besten Freund denken manchmal nach. Es is nur … Drozda: Was? Doskozil: Jetzt denkt sie scho seit drei Monat nach. Langsam warat’s vielleicht Zeit, den nächsten Schritt zu machen. Net? Drozda: I bin mir sicher, darüber denkt sie eh a nach.

Ludwig: Sie denkt drüber nach, ob sie jetzt vielleicht scho genug nachdenkt hat? Jetzt wird’s langsam kompliziert. Doskozil: Na, es is ganz einfach: Jetzt sollt si dann wirklich amoi was sagen a. Weil sunst antworten de Leut bei ana Straßenbefragung, wer jetzt eigentlich die Chefin von der SPÖ is, bald zu zwa Drittel: Meinl-Reisinger. Drozda: Bledsinn. Die Meinl-Reisinger is a grausliche Neoliberale, die mit der Pam aber scho gar nix gemeinsam hat.

Ludwig: Eh net. Weil de hat nämlich an Zug zum Tor. Doskozil: Und a Goschen wie a Schwert. De is des Gsicht von der Opposition. Net unsere. Ludwig: Und i bin mir sicher, de Meinl-Reisinger denkt a nach. Nur behalt sie’s dann net eisern für sich! Drozda: Ma muss net immer alles kommentieren. Doskozil: Zwischen immer alles und nie irgendwas is aber vü Platz.

Ludwig: I sag euch was: Des geht net so weiter. Wir rufen sie jetzt an und besprechen des. Drozda: Des wird net gehen. Ludwig: Wieso net? Drozda: Ihr Handy is auf lautlos.

Ludwig: Des a? Doskozil: Message Control à la SPÖ.

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