Wolfgang Schüssel, Alois Mock, Brigitte Ederer, Manfred Scheich im Jahr 1993.
Österreich

Der Transit und der EU-Beitritt: „Scheiß di net an, Vickerl“

Fast wäre der EU-Beitritt am Transitverkehr gescheitert. Die Geschichte des Verkehrsstreits zeigt die europapolitischen Versäumnisse Österreichs.

Drucken

Schriftgröße

28 zähe Stunden wurde schon verhandelt, in der österreichischen Delegation machte sich nach dem Marathon Erschöpfung breit, aber ein Ende war nicht in Sicht. Im Gegenteil: Im Erdgeschoß des Ratsgebäudes in Brüssel stieß Schweden an diesem 1. März 1994 auf den positiven Abschluss seiner Beitrittsgespräche zur EU an – doch die österreichischen Bemühungen standen vor dem Scheitern. Der Zusammenbruch, körperlich wie verhandlungstechnisch, schien nahe. Vor allem im Ringen um den Transitvertrag, also die Frage, wie viele Lkw durch Österreich und über den Brenner fahren und wie viele Schadstoffe sie dabei ausstoßen dürfen, ging nichts mehr.

Eva   Linsinger

Eva Linsinger

Innenpolitik-Ressortleitung, stellvertretende Chefredakteurin