Tirol: Platter kann sich Koalition mit SPÖ, FPÖ oder Grünen aussuchen

Landeshauptmann Günther Platter bringt die ÖVP wieder über 40 Prozent

Landeshauptmann Günther Platter bringt die ÖVP wieder über 40 Prozent

Die Tiroler Landtagswahl ist geschlagen und sie kennt fast nur Sieger, allen voran die ÖVP. Die Partei von Landeshauptmann Günther Platter legt auf rund 44 Prozent zu und kann nun den Koalitionspartner zwischen SPÖ, FPÖ und Grünen frei wählen.

Die Sozialdemokraten und die Freiheitlichen gewinnen deutlich , wobei die SPÖ etwas überraschend Platz zwei behaupten dürfte. Die Grünen lassen zwar leicht nach, dürften aber die Zweistelligkeit bewahren. Die Liste Fritz bleibt hauchdünn im Landtag, die NEOS ziehen erstmals ein . Beide liegen knapp über der Fünf-Prozent-Hürde.

Endergebnis:
ÖVP 44,3 Prozent (+4,9%/17 Mandate)
SPÖ 17,2 Prozent (+3,5%/6 Mandate)
FPÖ 15,5 Prozent (+6,2/5 Mandate)
Grüne 10,7 Prozent (-1,9%/4 Mandate)
Liste Fritz 5,5 Prozent (-0,2%/2 Mandate)
Neos 5,2 Prozent (+5,2%/2 Mandate)

Platters ÖVP legt rund fünf Prozentpunkte zu, nicht wirklich überraschend, was sich schon daran zeigte, dass sich Bundesparteichef Sebastian Kurz beim gemeinsamen Jubeln mit ihm bei den ersten Hochrechnungen abfilmen ließ und von Rückenwind auch für die Bundespartei sprach. Platter sieht ein sensationelles Ergebnis. Potenziell kommen für ihr alle Parteien als Koalitionspartner infrage. Dies werde nach Inhalten und Personen entschieden.

Welche Themen den Wählern der Parteien wichtig waren

Welche Themen den Wählern der Parteien wichtig waren

Einen Schritt in Richtung möglicher Regierungsbeteiligung machte die SPÖ. Spitzenkandidatin Elisabeth Blanik hatte ja einen entsprechenden Zugewinn als Voraussetzung für Koalitionsverhandlungen genannt, den gibt es nun mit gut drei Punkten. Entsprechend zeigte sich die Lienzer Bürgermeisterin glücklich, umso mehr, als man die FPÖ hinter sich lassen dürfte.

Der freiheitliche Spitzenkandidat Markus Abwerzger wollte sich das Plus von sechs Punkten auf rund 15 Prozent nicht schlecht reden lassen. Wörtlich sprach er von einem "sehr guten Ergebnis". Diese Einschätzung teilte auch Bundesparteichef Heinz-Christian Strache.

Welche Themen den Wählern der Parteien wichtig waren Teil II

Welche Themen den Wählern der Parteien wichtig waren Teil II

Mittelprächtig ist die Stimmung bei den Grünen . Die kleine Regierungspartei büßte zwar knapp zwei Punkte ein, dürfte aber mit rund elf Prozent zweistellig bleiben. Immerhin habe man sich gegenüber dem Ergebnis der Nationalratswahl deutlich verbessert, tröstete sich Spitzenkandidatin Ingrid Felipe. Ob man wieder über eine Regierung verhandelt, liege nun einmal am Landeshauptmann.

Liste Fritz-Spitzenfrau Andrea Haselwanter-Schneider musste eingestehen, dass man das Wahlziel einer Verdoppelung der Mandate verpasst habe: "Zum dritten Mal in Folge in den Tiroler Landtag einzuziehen, ist aber eine tolle Leistung."

Hauptgründe, warum die jeweilige Partei gewählt wurde.

Hauptgründe, warum die jeweilige Partei gewählt wurde.

Ziel erreicht hieß es von NEOS-Spitzenkandidat Dominik Oberhofer. Tirol scheine ein guter Nährboden für die NEOS zu sein, meinte er angesichts des sich abzeichnenden Landtagseinzugs der NEOS.