Beate Meinl-Reisinger im Gespräch mit Christian Rainer und Clemens Neuhold
Beate Meinl-Reisinger im Gespräch mit Christian Rainer und Clemens Neuhold

© Alexandra Unger

Österreich
09/20/2019

profil-Morgenpost: Über Geld muss man reden

Guten Morgen!

von Philip Dulle

Über Geld redet man nicht, das hat man, sagt der Volksmund. Im Falle der NEOS kommt ein Teil des Geldes von Parteimäzen Hans Peter Haselsteiner. Eine Konstellation, die oft auf Kritik stößt. Konfrontiert mit einer SMS von Haselsteiner an Clemens Neuhold, dass das profil nach kritischen Berichten für ihn gestorben sei, sagte NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger im Gespräch mit profil: "Das finde ich auch nicht gut. Aber im Gegensatz zu allen anderen legen wir unsere Parteispenden offen. Wenn uns jemand wegen Haselsteiner nicht wählen möchte, fair enough. Aber wir tricksen zumindest nicht herum mit irgendwelchen Vereinen."

Beate Mein-Reisinger mit Christian Rainer (links) und Clemens Neuhold (rechts)

Das Gespräch gibt es hier als Podcast zum Nachhören:

Christian Rainer und Clemens Neuhold befragten Meinl-Reisinger in der Gesprächsreihe "Talk mit profil" neben Geldangelegenheiten auch zu möglichen Koalitionen. Darauf, ob sich die NEOS als wirtschaftsliberale Partei auch auf eine Koalition mit der SPÖ und den Grünen einlassen würden, meinte Meinl-Reisiger: "Ich kenne keine Umfrage, die das möglich sieht. Inhaltlich habe ich zudem den Eindruck, dass die SPÖ keine Antworten mehr auf die Fragen unserer Zeit hat." Als eine dieser zentralen Thematiken sieht die NEOS-Spitzenkandidatin das Pensionsantrittsalter: "In den 1970ern sind die Menschen mit 61 Jahren in Pension gegangen und waren dann rund neun Jahre in Pension. Heute ist das Antrittsalter bei unter 60 Jahren, die Dauer der Pension ist aber auf 22 Jahre gestiegen. Das müssen wir ändern." Meinl-Reisinger plädiert für ein faktisches Pensionsantrittsalter von 65 Jahren – und zwar sofort. Mehr applaudiert wurde dann doch zum 10. Hochzeitstag der NEOS-Chefin, den sie für den profil-Talk vertagte.

Einer Grundregel des Journalismus, widerspricht eine Geschichte, die wir jetzt auf profil.at zugänglich gemacht haben: Ein Interviewer, so Robert Treichler, soll in Bezug auf die Interviewte nicht befangen sein. Im Falle von Sibylle Hamann sei er es aber, denn Hamann war jahrelang seine Kollegin – die beiden teilten sich bis 2008 ein Büro. Im Interview spricht Hamann über ihren Wechsel in die Politik mit den Grünen und sagt: "Am Ende werden die Gesetze im Parlament gemacht. Wir Journalistinnen stehen halt doch bloß am Spielfeldrand."

Dabei erlebt man schon einmal markige Sprüche: "Ich mach Clint Eastwood. Wir reiten in die Stadt - und der Rest ergibt sich", der aufgeheizte Stimmenkampf ist auch immer ein Wettrennen um den einen Sager, das Zitat, das bei den potenziellen Wählerinnen und Wähler hängen bleibt. Manchmal gewollt, manchmal ungewollt. Wir haben Zitate aus den letzten Wochen gesammelt und in ein schönes Quiz verpackt.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Freitag und ein erholsames Wochenende.

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