Mustafa Hadi: Der Dolmetscher der Republik

Mustafa Hadi: „Ich habe nie etwas Böses gemacht. Aber vielleicht habe ich viel zu wenig für Flüchtlinge getan.“

Mustafa Hadi: „Ich habe nie etwas Böses gemacht. Aber vielleicht habe ich viel zu wenig für Flüchtlinge getan.“

Mustafa Hadi übersetzte bei Staatsbesuchen von Gaddafi und Arafat, bei Delegationen im Nahen Osten – und Tausende Geschichten von Flüchtlingen. Jetzt ist er 65. Zeit, ehrlich über einen gefährlich unterschätzten Beruf zu reden, der über die Gewährung von Asyl mitentscheidet.

Der Felsendom in Jerusalem, in Öl gemalt, friedlich, ohne die Anti-Terror-Einheiten, die man in den Nachrichtensendungen sieht. Mustafa Hadi, 65, hat das Bild aus dem Keller geholt. Eine Weile hing es in seinem Haus in Nablus in der Westbank. Mit Ach und Krach war es am israelischen Zoll vorbeigekommen. Dann holte er es nach Wien zurück. Im Stiegenhaus kommt er damit kaum um die Ecke. Es ist zu groß, sagt seine irakische Ehefrau. Sie hat das Wohnzimmer in Wien-Floridsdorf zwischen Orientalik und moderner Sachlichkeit eingerichtet, in dem Hadi auf einem kostbaren Kelim steht. Seine Gestalt verschwindet fast hinter dem Gemälde.

Das passt zur Geschichte des Mannes mit dem ergrauten Bart, der 42 Jahre lang so etwas wie der Arabisch-Dolmetscher der Nation war. Halb blieb er im Hintergrund, halb war er bei Staatsbanketten und Nahost-Delegationen mitten unter den Mächtigen oder im Asylverfahren ganz nahe an den Ohnmächtigen. Seit Hadi 1968 als Student nach Österreich kam, hat er jede arabisch-sprachige Flüchtlingswelle als Dolmetscher miterlebt, von der ersten Intifada der Palästinenser bis zu den syrischen Flüchtlingen heute.

Tausende Geschichten von Krieg, Vertreibung und allen erdenklichen Qualen hat er vom Arabischen ins Deutsche übertragen, bestrebt um professionelle Distanziertheit, manchmal den Tränen nahe, oft mit Wut im Bauch. Hadi arbeitete bis zu 16 Stunden am Tag. Es gab Schicksale, die erlogen und hohl klangen; und viele waren kaum zu ertragen: „Ich habe einiges gesehen und gehört, aber wie das Regime in Syrien und der ,Islamische Staat‘ gegen Menschen vorgehen, ist schlimmer als alles, was ich kannte.“ Fast wäre sein eigenes Leben dahinter verschwunden: „Es gab nur noch Flüchtlinge, sonst nichts.“

Anfang August ging Mustafa Hadi in Pension. Er war im Mai 65 geworden und hatte keine Kraft mehr. In der schwarzen Vitrine im Wohnzimmer bewahrt er ein paar Schnappschüsse aus seinem Leben auf. Sie zeigen ihn neben dem PLO-Chef Jassir Arafat im Hotel Imperial, bei einem Empfang des Bundespräsidenten Kurt Waldheim, mit einem jüdischen Rabbi bei einer „Friede für Palästina“-Kundgebung am Stephansplatz, neben Karl Blecha, Caspar Einem, Karl Schlögl und an der Seite von Außenministern, Parlamentspräsidenten, Bürgermeistern und Diplomaten aus Jordanien, Libyen, Syrien, Libanon, Jemen, Irak.

Zu Besuch bei Gaddafi

Ein paar launige Episoden sind ihm in Erinnerung geblieben. In Damaskus versuchte Einem, durch den Hinterausgang seines Hotels auf den Basar zu entwischen. Sofort hefteten sich zwei Dutzend Geheimdienstler in dunklen Anzügen an seine Fersen. Bei einem Staatsbesuch in Libyen fasste Hadi eine scharfe Rüge von Josef Staribacher aus, Kreiskys Handelsminister von 1970 bis 1983. Der Dolmetscher war kurzärmelig zum Treffen mit Muammar al-Gaddafi erschienen. Es hatte 50 Grad. Sie wurden zu Gaddafis Vize vorgelassen, der sich über die Besucher mokierte: „Die sind ja deppert, wie die alle angezogen sind.“ Hadi lachte. Er verstand als Einziger in der Delegation Arabisch. Als Gaddafi 1982 nach Österreich kam, um mit Kreisky über den Nahostkonflikt zu reden, bügelte der Übersetzer hinter den Kulissen eine kleine Affäre aus. Ein Vertrauter Gaddafis hatte sich in einer Bar in Wien einem Whisky-Gelage hingegeben und war die Rechnung schuldig geblieben: „Das geht auf Österreich!“ Hadi konnte den libyschen Botschafter tags darauf überreden, diplomatische Verstimmungen zu vermeiden und den offenen Betrag zu begleichen.

Für die Wirtschaftskammer reiste Hadi zu Messen in Jordanien, Libyen, im Libanon, in Syrien, im Jemen, in Dubai. Dem Feuerwehrauto-Hersteller Rosenbauer war er in Saudi-Arabien bei der Anbahnung von Vertragsabschlüssen behilflich. Hadi war in politische Missionen und Geschäftsgeheimnisse eingeweiht. Man vertraute ihm. Doch das Leben zwischen den Welten setzte ihn unter Spannung. Bereits 1973 war ihm seine erste Asylcausa zugefallen. Ein Polizist in Traiskirchen bat den jungen Dolmetscher, einer libanesischen Familie einzureden, dass das Schweinefleisch auf ihren Tellern kein Schweinefleisch sei. Hadi verdiente damals 1600 Schilling im Monat, aus seiner Sicht viel Geld. Er fuhr nach Wien, um beim einzigen Fleischhauer der Stadt, der Lamm im Angebot hatte, Essen zu besorgen. Er bekam mit, wie seine Familie in Palästina litt, und fühlte sich schlecht, wenn er von Empfängen und Auslandsreisen mit Geschenken zurückkam.

Im Inneren sei er immer ein „Verletzter“ gewesen, sagt Hadi: „Ich habe mir oft gedacht, eigentlich lebe ich zu gut.“ Anfang der 1990er-Jahre, als seine erste Frau an Krebs erkrankte, beschloss er, als Dolmetscher in Asylverfahren zu arbeiten. Er habe arabische Despoten nicht mehr ertragen, „die nicht gewusst haben, was sie mit dem Geld machen sollen, während ihr Volk gelitten hat“. 1982 machte Hadi in der Wiener Türkenstraße eine Pizzeria auf. Caspar Einem, der vis-à-vis wohnte, schaute oft vorbei und feierte dort sogar seine Hochzeit. Nach dem Attentat auf den libyschen Ex-Botschafter Ezzedin al-Ghadamsi bat die Polizei Hadi um Hilfe. Auf einem Foto sieht man ihn mit dem Staatspolizisten, der damals die Ermittlungen führte. Nach dem Tod seiner Frau tauchte er tief in die Welt der Flüchtlinge ein: Er habe für Menschen dasein wollen, „die ununterbrochen leiden“.

"Treue Seele" Arafat

Arafat blieb für ihn Idol und Vaterfigur, „wie für alle Palästinenser“. 1978 hatte er den PLO-Chef in Beirut kennengelernt. Arafat sei ein Asket gewesen, tief religiös, getrieben von der Sache der Palästinenser und einer ständigen Angst, auch vor Leuten aus den eigenen Reihen, wie etwa Abu Nidal. Die Korruption seines Umfelds sei ihm nicht entgangen, sagt Hadi: „Er hat einmal zu mir gesagt, die müssen nur genug kriegen, es bringt nichts, sie gegen neue Leute auszutauschen, die auch erst einmal satt werden müssen.“ Österreich sei für Arafat eine „zweite Heimat“ gewesen. Bei seinen Visiten habe der PLO-Chef manchmal um drei Uhr früh angerufen, um den Dolmetscher zu treffen: „Er war eine treue Seele, und er hat wenig geschlafen.“

Viele Bilder gingen bei einem der zahlreichen Umzüge in Hadis Leben verloren. Von seiner unbeschwerten palästinensischen Kindheit in Nablus, das damals zu Jordanien gehörte, gibt es keine. Auch nicht von Bahrein, wohin die siebenköpfige Familie zog, als sein Vater dort eine Stelle bekam. 1966 übersiedelte die Familie nach Libyen. Mustafa, der Älteste der Söhne, wurde auserkoren, in Österreich Medizin zu studieren. Jeden Monat schickte der Vater ein wenig Geld, bis er in den revolutionären Wirren in Libyen 1969 die Arbeit verlor. Der Sohn in der Fremde musste umsatteln und wurde Dolmetscher.

Und er wurde Präsident der palästinensischen Gemeinde. In Interviews sagte Hadi, er sei Österreicher mit Herz und Seele, aber er habe viel für Palästina übrig. Unsittliche Angebote ließ er an sich abperlen. Vor 20 Jahren meldete sich ein Rechtsanwalt aus Zypern. Ein jüdischer Siedler wollte Hadis Haus in Nablus kaufen. „Wenn es 100.000 kostet, zahlen wir eine Million“, ließ der Anrufer wissen. Hadi bat, man möge ihn nie wieder behelligen. Anfang der 1990er-Jahre gründete er einen Verein zur Unterstützung irakischer Flüchtlinge, sammelte Geld und Medikamente für Bosnier, Tschetschenen, Sudanesen, Libanesen, Jemeniten und ersteigerte bei einer Charity-Veranstaltung für Palästinenser das Ölbild vom Felsendom. 100.000 Schilling hat er dafür bezahlt.

„Ich habe mir aus Geld nie viel gemacht“, sagt Hadi. Wenn er am Ende eines 14-Stunden-Tages in der Asylbehörde 500 Euro verdient hatte, kam es ihm vor, er verdiene er am Leid anderer. Manchmal steckte er einer Syrerin, die ihm im Winter mit Sandalen über den Weg lief, einen Hunderter zu. War das professionell? „Ich habe oft gelitten, dass ich als Dolmetscher neutral sein muss“, sagt Hadi.

Machtvolle Position

Zwischen Behörden und Asylwerbern sitzt der Dolmetscher in einer machtvollen Position. Seine Gesten und Worte können über Lebenswege entscheiden, seine Gefühle, seine eigene Biografie sollten nichts zur Sache tun. Es ist ein schmaler Grat, es einem Asylwerber zu erleichtern, seine Geschichte zu erzählen, sie aber nicht zu verändern. Der Verdacht, für oder gegen die Polizei, für oder gegen die Flüchtlinge zu arbeiten, umgab ihn wie alle Übersetzer: „Man ist schließlich ein Mensch und keine Maschine.“

Hadi weiß, dass es Zungen lösen kann, wenn er die Arme nicht verschränkt, freundlich schaut statt grimmig und Kaffee, Zigaretten und tröstliche Worte spendet. Doch es gibt eine rote Linie: Falsch zu übersetzen, sei „kriminell und gehört bestraft“. Das klingt nach einer scharfen Grenze. In Wahrheit ist sie oft fließend. Manchmal habe er das Gefühl gehabt, mit einem Bein im Gefängnis zu stehen. Sind Marokkaner, Tunesier und Algerier, die sich als Syrer oder Iraker ausgeben, weil sie anders keine Chance haben, in Österreich zu bleiben, arme Hunde, schlimme Gauner oder gar gefährliche Schläfer? In den Monaten vor seiner Pensionierung habe er 20 bis 30 Menschen täglich gesehen, sagt Hadi: „Davon waren drei oder vier sicher nicht das, was sie vorgegeben haben zu sein.“

Hadi ist im palästinensischen Nablus geboren, in Jordanien aufgewachsen, er hat in Nordafrika und am Golf gelebt, seine Frau ist Irakerin. Seine Ohren sind seit Jahrzehnten an die unterschiedlichen Klangfarben des Arabischen gewöhnt. „Ich höre nach zwei, drei Sätzen, ob jemand aus Libyen, Algerien, Ägypten oder Syrien ist“, sagt er. Ein Marokkaner, der die Aussprache eines Syrers imitiere, klinge „für ihn ähnlich lächerlich wie mein Bruder, der seit 45 Jahren in Deutschland lebt, wenn er sich am Wienerischen versucht“. Doch nicht alle Beamten schätzten es, wenn Hadi Zweifel anmeldete. Vor der Tür warteten Massen von Menschen, für Extra-Protokolle fehlte die Zeit. So fielen Einwände manchmal still und heimlich unter den Tisch.

„Das System ist völlig überfordert“, sagt Hadi. Er hat ehemalige Postler erlebt, die nach kurzer Einschulung Asylwerber befragten, aber nicht einmal die Hauptstadt von Syrien kannten. Oft baten Beamte händeringend: „Bitte, Mustafa, mach einen Sprachtest.“ Manchmal war er Dolmetscher und Sachverständiger gleichzeitig. Auch das sollte nicht sein. Vor einigen Monaten ereilte Hadi ein Hilferuf aus einem Aufnahmezentrum: „Wir haben hier über 100 Flüchtlinge und keine Dolmetscher. Kannst du kommen und deine Schwiegermutter, deine Tante und deine Frau mitnehmen?“ Hadi sagt, er kenne Familien, in denen inzwischen alle als Dolmetscher arbeiten. Dafür ausgebildet sei niemand: „Das ist ein Witz, wenn man bedenkt, um wie viel es da geht.“

Fachkräfte sind rar

Ein erfahrener Arabisch-Dolmetscher kann mit einem Dutzend Fragen die Herkunft klären. Doch Fachkräfte sind rar. Das Wissen über Entfernungen, Redewendungen, Flüsse, typische Nahrungsmittel und die Zubereitung von Speisen hat Hadi über Jahrzehnte angesammelt. Woher soll ein Polizist oder ein junger Dolmetscher das in kurzer Zeit nehmen? Die syrischen Kriegsflüchtlinge von heute haben meistens ihre Papiere bei sich. Seit der „Islamische Staat“ sich darauf verlegt hat, seine Kriegskasse mit dem Verkauf von syrischen Pässen aufzufüllen, sind auch immer mehr falsche Papiere in Umlauf.

Vor zwei Jahren bot eine von ehemaligen Polizisten gegründete Sicherheitsfirma in Traiskirchen Übersetzungen zum halben Preis an. Die Dumping-Dolmetscher konnten laut Hadi teilweise kaum Deutsch. Der Vertrag wurde inzwischen gekündigt, die Übersetzer aber werden weiterhin beschäftigt. Das ist doppelt bedenklich, weil es den Inhabern gefälschter Papiere leichter gemacht wird, durch ein Asylverfahren zu kommen. Auf der anderen Seite haben Opfer von Übersetzungsfehlern kaum eine Chance, später noch zu ihrem Recht zu kommen.

Einvernahmen müssten Wort für Wort rückübersetzt werden. Doch weil es dafür nur eine Pauschale von 20 Euro gibt, selbst wenn das Schriftstück 30 Seiten dick ist, fassen viele Dolmetscher lange Passagen zusammen und lassen Asylwerber unterschreiben, dass ihre Schilderungen richtig wiedergegeben wurden. Stellt sich in der nächsten Instanz heraus, dass der Übersetzer geschlampt hat, wird den Betroffenen genau diese Unterschrift zum Verhängnis.

Nur was im schriftlichen Protokoll landet, das gilt auch. Was tatsächlich gesprochen wurde, lässt sich im Nachhinein schwer feststellen, weil Einvernahmen nicht aufgezeichnet werden. Hadi hatte in seiner aktiven Zeit mehrfach vorgeschlagen, ein Tonband mitlaufen zu lassen: „Es schützt alle Seiten vor ungerechtfertigten Vorwürfen.“ Zu aufwendig, hieß es bei den Behörden. Auch mit seinem Angebot, Polizisten und Referenten grundlegende Kenntnisse über Herkunftsregionen und Fluchtrouten zu vermitteln, blitzte Hadi ab. Die Begründung: kein Geld. Dabei gibt es erschreckende Wissenslücken. „Wieso waren Sie in Bulgarien?“, werden Asylwerber bei der ersten Einvernahme mitunter angeschnauzt, nur weil Sachbearbeiter nicht wissen, dass Griechenland nicht nur an Mazedonien, sondern auch an Bulgarien grenzt.

Falscher Korruptions-Verdacht

Am Ende bekam Hadi die zweifelhafte Gelegenheit, am eigenen Leib zu erfahren, was schlechte Übersetzungen anrichten können. Jemand hatte ihn bei der Anti-Korruptionseinheit des Innenministeriums angezeigt. Der Vorwurf: Hadi habe Polizisten mit Essen und Kaffee bestochen, um an Aufträge zu kommen. Es traf ihn hart, heute lacht er darüber: „Ich habe Tag und Nacht gearbeitet. Mehr wäre gar nicht gegangen.“ Im Zuge der Ermittlungen wurde sein Handy sechs Monate lang abgehört. In einem der belauschten Telefonate habe er einem befreundeten Zahnarzt, mit dem er einmal in der Woche Karten spiele, geraten, ein bisschen zu üben, um das nächste Mal zu gewinnen. Der Tunesier, der die Unterhaltung im Auftrag der Fahnder übersetzte, machte daraus: „Du musst deinen Einfluss bei der Polizei stärker geltend machen.“ Hadi focht die Arbeit des Kollegen an. Bei der Rückübersetzung flog der Fehler auf.

Manche Geschichten lauern ihm noch in der Pension wie Gespenster auf. Vor einem halben Jahr saß Hadi einer Syrerin gegenüber, die jedes Mal, wenn er sie ansprach, zu weinen anfing. Eine Stunde lang brachte sie kein Wort heraus. Der Dolmetscher verlor die Geduld: „So kommen wir nicht weiter!“ – „Wenn Sie erfahren, was ich erlebt habe, weinen Sie auch“, antwortete die Frau. In Ägypten war sie mit ihrem Mann und ihren gemeinsamen Kindern, drei und sechs Jahre alt, in ein Schlauchboot gestiegen. 60 oder 70 Leute hätten darauf Platz gehabt, gefüllt war es mit 400. Die Frau hielt ihre Tochter während der 48 Stunden Überfahrt an sich gepresst. Als sie einnickte, fiel das Mädchen ins Wasser. Ihr Mann und ihr Sohn sprangen hinterher. Alle ertranken.

Vielleicht werden die Flüchtlinge den Dolmetscher nie ganz loslassen. In den vergangenen Wochen brachte er Decken und Lebensmittel an Grenzübergänge. Seine Frau und Freunde kochen für Menschen in Not. Für Hadi ist es eine Art Wiedergutmachung: „Nicht, weil ich etwas Böses gemacht hätte. Aber vielleicht habe ich einfach immer viel zu wenig für die Flüchtlinge gemacht“, sagt er. Dann trägt er mit dem Fotografen das große Bild mit dem Felsendom wieder in den Keller. Weggeben könnte er es nicht: „Es hat mich mein halbes Leben lang begleitet.“ Irgendwann möchte er ein Haus im Burgenland haben. Dann soll das Gemälde wieder im Wohnzimmer hängen.