Zwei Arbeiter in Warnwesten gehen zwischen parkenden ÖBB-Zügen entlang.
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Zu wenig Arbeitskräfte in Österreich. ÖBB planen auch Lokführer, Buslenker oder Zugbegleiter aus Übersee einzustellen. Der Gewerkschaft geht das zu weit.

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Pensionierungswelle, sinkende Geburtenraten, Ausbau des Bahnnetzes: Der Arbeitskräftemangel setzt den ÖBB enorm zu. Deswegen rekrutiert das Bahnunternehmen nun auch Mitarbeiter aus aller Welt. Wie profil exklusiv erfuhr, wurden über eine private Vermittlungsagentur die ersten 15 Tunesier angeworben. 14 sind als Mechaniker beim ÖBB-Postbus tätig, einer arbeitet als Lagertechniker bei der Bahn.

Im nächsten Schritt könnten auch Zugbegleiter, Lokführer, Verschieber oder Buslenker aus Drittstaaten wie Tunesien, Kolumbien, den Philippinen oder Indien geholt werden, um nur ein paar gängige Herkunftsländer für ausländische Fachkräfte zu nennen. „Wir bereiten eine EU-weite Ausschreibung vor, die sich an heimische, aber auch internationale Personaldienstleister richtet, die Personal aus Österreich, der EU, aber auch aus unterschiedlichen Drittstaaten bereitstellen können“, heißt es aus der ÖBB-Kommunikation.

Clemens Neuhold

Clemens Neuhold

Seit 2015 in der profil-Innenpolitik, davor bei Wiener Zeitung, Migrantenmagazin biber und KURIER. Seine Recherchen beschäftigen sich vor allem mit Zuwanderung, Bildung und Gesundheit.