Prozess um tödlichen Bootsunfall am Wörthersee

Einsatzkräfte der Wasserrettung am 3. Juni 2017 am Wörthersee

Einsatzkräfte der Wasserrettung am 3. Juni 2017 am Wörthersee

Nachdem am 2. Juni 2017 ein 44 Jahre alter Niederösterreicher bei einem Motorbootunfall am Wörthersee ums Leben gekommen ist, startet am Landesgericht Klagenfurt der Strafprozess gegen den Bootslenker und den Schiffsführer.

Dem Lenker, einem 45 Jahre alten Waldviertler, wird grob fahrlässige Tötung vorgeworfen. Einzelrichter Matthias Polak hat vorerst drei Verhandlungstage anberaumt. Insgesamt wurden sechs Gutachten eingeholt, der Unfall wird zudem auch anhand einer komplexen Computersimulation dargestellt und analysiert.

Fünf Menschen hatten sich damals an Bord befunden, vier Freunde aus Niederösterreich und der Bootsführer, ein Kärntner, dem fahrlässige Tötung durch Unterlassen angekreidet wird. Ihm legt die Anklage zur Last, dem Lenker das Boot trotz dessen Alkoholisierung überlassen zu haben - der 45-Jährige hatte 1,2 Promille Alkohol im Blut. Beide Angeklagten haben die Anschuldigungen bisher über ihre Verteidiger zurückgewiesen.