© Udo Titz

Satire
11/25/2020

Rainer Nikowitz: Green Peace

Dass sich die Grünen an sich der Gewaltfreiheit verpflichtet fühlen, war bei der internen Nachwahlbehandlung von Birgit Hebein vielleicht nicht gleich auf den ersten Blick zu erkennen.

von Rainer Nikowitz

Ellensohn: Weißt, wir ham uns gedacht, dass du jetzt, wo du ja leider nimmer Vizebürgermeisterin bist ...

Hebein: Danke, des is lieb. I hab gwusst, dass ihr meine Familie seid's und mi net fallen lasst's.

Ellensohn: ... also so angenehm frei von jeder Last, weil simma uns ehrlich: Ma hat dir schon angmerkt, wie sehr dich dieses Amt belastet hat.

Hebein: Hat ma des? Ma, du warst scho immer so ein sensibler Mann.

Kraus: Und drum ham wir uns ja eben gedacht, jetzt, wo du diese Freiheit so unvermutet wiedergewonnen hast - wer sind bitte wir, sie dir gleich wieder zu nehmen?

Hebein: Des is sehr umsichtig von euch.

Kraus: Genau. Und drum machen wir des so: Für die Stadtratsposten, die uns zustehen, ham sich schon zwei gfunden, die sich opfern, um dich zu entlasten. Einer davon bin ich.

Hebein: Wie uneigennützig! Gut, ich hätt mir vielleicht lieber selber überlegt, ob ich Stadträtin sein will, aber soll sein. Also werd ich wohl den Klubvorsitz ...

Ellensohn: Na ja Nein. Es wär angesichts deiner Verdienste net fair, wenn wir dir ausgerechnet den Job umhängen, der die meiste Arbeit macht. Also behalt i den.

Hebein: Ja, aber was mach dann i?

Kraus: Du hast ja eh dein Mandat.

Ellensohn: Und im Klub fehlt eindeutig eine Ampelmännchenevaluierungsbeauftragte.

Hebein: Wie nett! Aber ob mir des net zu stressig wird?

Ellensohn: Du, muss auch nicht sein!

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