© Walter Wobrazek

Österreich
07/23/2017

Rainer Nikowitz: Kreuz des Südens

Sebastian Kurz geht Italien zunehmend auf die Nerven – und denkt nicht daran, das zu ändern.

von Rainer Nikowitz

Kurz: Kannst du Italienisch? Köstinger: A bissl. Wieso? Willst auf Urlaub hin? Kurz: Bist arg? Na, i wollt nur wissen, was „Mittelmeerroute“ heißt. I denk mir, wenn i des in an Interview auf Italienisch sag, dann wern s’ no narrischer. Köstinger: Hmm. „Geschlossen“ heißt jedenfalls „Chiuso“. Des weiß i vom Shoppen in Udine. Kurz: „Brennero chiuso.“ Was des für an Klang hat! Köstinger: Scho a schöne Sprach. Kurz: Net deswegen. I mein den Inhalt! Hoffentlich geht si des bis zur Wahl no aus. Köstinger: Aber wird dann net der Doskozil auf an Panzer stehen und die Lorbeeren einheimsen? Kurz: Bis der da oben is, bin i längst vorn an der Front bei unserer tapferen Infanterie und hab scho hundert Hände gschüttelt. Köstinger: Des wird aber herb wern. Wenn die Italiener jetzt scho von „Internierungslager“ und „Neonazi“ reden, was werden sie dann erst sagen? Kurz: Je mehr, desto besser. Wegen dem Schulterschluss. Köstinger: Funktioniert immer. Und gut, dass andere ja sogar a Naheverhältnis zum Feind ham. Kurz: Wer? Köstinger: Hallo? Der Pizzalieferant? Verteilt die italienische Nationalspeise, während wir die Südgrenze schützen? Kurz: Pfauh! Du bist ja no gfeanzter als i! Schad, dass ma nur Sachpolitik machen und den Gegner net attackieren. Köstinger: Nein, so was tun wir net. Kurz: Nein. Köstinger: Aber es wird si scho wer finden, der’s tut. Kurz: I bin auch zuversichtlich. Köstinger: Jetzt fallt’s mir ein: Mediterraneo! Und Route heißt: „Rotta“. Kurz: Des klingt ja nach: „Rot“! Köstinger: Genial!

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