Vermögen

Rauch kritisiert Nationalbank: Daten zu Reichen fehlen

Sozialminister Johannes Rauch will genaue Daten zu den Reichsten erheben lassen. Doch die Nationalbank bremst.

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Andreas Babler will die Reichen zur Kasse bitten. 100 Millionen Euro würden durch sein Modell der Reichensteuern wöchentlich ins Bundesbudget fließen, behauptet der SPÖ-Chef. Mit den Geldern sollen das Gesundheitssystem und die Kinderbetreuung verbessert werden. Doch der rote Vorschlag hat eine entscheidende Schwäche: Wie reich die Reichsten in Österreich sind, weiß niemand genau. Sozialminister Johannes Rauch (Grüne) will das ändern. Doch die Nationalbank blockiert.

Red-Bull-Erbe Mark Mateschitz, die Familie Porsche und Piëch oder KTM-Gründer Stefan Pierer sind Milliardäre, so viel ist bekannt. Eine genaue Aufstellung ihrer Vermögen gibt es aber nicht. 

Die Nationalbank erhebt lediglich als Teil eines EU-Projekts seit 2010 in unregelmäßigen Abständen, wie das Immobilien- und Geldvermögen in Österreich verteilt ist. Für die „Household Finance and Consumption Survey (HFCS)“ wurden in mehreren Wellen je 8000 Haushalte nach ihrem Einkommen und Vermögen befragt.

Max Miller

Max Miller

ist seit Mai 2023 Innenpolitik-Redakteur bei profil. Schaut aufs große Ganze, kritzelt gerne und chattet für den Newsletter Ballhausplatz. War zuvor bei der „Kleinen Zeitung“.