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Club 3
10/23/2021

Rendi-Wagner öffnet SPÖ für FPÖ

SP-Chefin Pamela Rendi-Wagner überrascht im Club 3. Vor allem die eigene Partei.

von Christian Rainer

Der Vergleich macht sicher – und er macht vor allem sicher, wenn man den Auftritt von Pamela Rendi-Wagner im Club 3 dieser Woche mit jenem von Werner Kogler in der vergangenen vergleicht. Hatte der Vizekanzler in der gemeinsamen TV-Sendung von profil, „Kurier“ und „Kronen Zeitung“ endlos Nichtaussagen von sich gegeben, sprach die SPÖ-Vorsitzende klaren Text. Die Vermutung, das hinge mit der sicheren Position als Oppositionsführerin zusammen, täuscht: Aufregung in ihrer eigenen Partei ist ihr nach diesem Club 3 sicher. So erklärte Rendi-Wagner: „Der Wertekatalog steht über der Vranitzky-Doktrin.“

Das heißt: Ab sofort ist jener Parteitagsbeschluss aus dem Jahr 2004 (unter SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer) null und nichtig, wonach die SPÖ keine Koalition mit der FPÖ schließen darf. Vielmehr würde nun individuell bewertet, ob ein Koalitionspartner geeignet sei. Das gelte auch für die Freiheitlichen unter Herbert Kickl. Ebenso überraschend für eine Sozialdemokratin: Die SP-Vorsitzende will „alle Asylwerber und Asylberechtigten abschieben, die mit dem Strafrecht in Konflikt kommen“. Das gelte zwar nicht für „Kaugummidiebstahl“, sehr wohl aber zum Beispiel „bei sexueller Belästigung“. Weniger überraschend: Falls Alexander Van der Bellen 2022 wieder kandidiert, sei es „vorstellbar“, dass die SPÖ ihn unterstützt. Und schließlich wenig überraschend für eine Ärztin, sehr deutlich aber für eine Politikerin: PCR-Tests sollten alle Antigentests ersetzen, sodass etwa ein „Gasthausbesuch nur für Geimpfte, Genesene und PCR-Getestete möglich ist“.

Sehen Sie Club 3 ab Samstag, 20:15 hier in voller Länge.

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