46 % SPÖ, wie geht das?

46 % SPÖ, wie geht das?

Bürgermeister von Steyr: „Haben FPÖ-Wähler zurückgeholt."

Von 42 auf 46 Prozent. Im Arbeiterbezirk Tabor Resthof in Steyr ist bei der Nationalratswahl etwas gelungen, was die meisten in der SPÖ längst nicht mehr für möglich hielten: „Wir haben dort FPÖ-Wähler zurückgeholt“, sagt der rote Bürgermeister, Gerald Hackl. Im größten Arbeiterbezirk, Münichholz, blieb die SPÖ mit 43 Prozent stabil (bei 36 Prozent in ganz Steyr).

"Integration vor Zuwanderung"

„Unsere Wähler schauen genau, ob wir uns noch in ihren Lebenswelten bewegen. Protzige Autos und Rolex, das gibt es bei uns nicht“, sagt Hackl. Wer von unten komme, dürfe nicht den Fehler machen, „als Neureicher in der Politiker-Blase jedes Maß und Ziel zu verlieren“. Bei der Migration übt Hackl Kritik am Bund „Die SPÖ-Linie lautet: Integration vor Zuwanderung. Punkt. Aus Angst vor einer kleinen, linken Jugendgruppe wurde das aber nicht kommuniziert.“