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Österreich
02/05/2021

Zitate der Woche: "Viele Leute sind schon wuggi"

Die Politik-Zitate der Woche.

"Die Mutationen bremsen eine vollkommene Lockerung." - Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) verkündet eine sehr vorsichtige Öffnung für Schulen und Handel vom Lockdown ...

"Bitte verstehen Sie diese punktuellen Lockerungen nicht als Entwarnung." - ... und mahnt auch gleich wieder zu Vorsicht.

"Das ist wie ein Ritt über die Rasierklinge." - Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) ist sich der Gefahren ebenfalls bewusst.

"Wir brauchen Schritte der Öffnung und der Hoffnung, sonst steuern wir geradewegs auf einen bundesweiten Lagerkoller zu." - Sein oberösterreichischer Kollege Thomas Stelzer (ÖVP) hält die Öffnung aber für notwendig.

"Im Stadtbild merkt man das an mittlerweile wilden Frisuren." - Auch der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat einen Grund für die Öffnung.

"Viele Leute sind schon wuggi". - Und auch ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian weiß, wo den Leuten der Schuh drückt.

"Ich bin der Meinung, man müsste Tirol für ein Monat isolieren - vom Rest von Österreich und dem Ausland." - Im Heiligen Land denkt man angesichts der südafrikanischen Mutation schon wieder in die andere Richtung - Die Virologin Dorothee von Laer von der Medi-Uni Innsbruck will das Land wieder unter Quarantäne stellen ....

"Es gibt einen starken Anstieg. Aber das Land Tirol mauert und verschleiert wieder." - ... und attackiert die Landesregierung.

"Wir bitten alle Tirolerinnen und Tiroler, dieses Angebot zum eigenen Schutz und Schutz anderer anzunehmen und damit die Ausbreitung des Coronavirus in Tirol einzudämmen." Elmar Rizzoli, Leiter des Corona-Einsatzstabes, hält Testen statt Abriegeln für ausreichend.

"Es ist geradezu erwartbar, dass es bei diesen Versammlungen zu Gesetzwidrigkeiten in großem Ausmaß kommen wird." - Die Polizei hat genug von den Corona-Demos und untersagt sie zum Großteil.

"Lasset uns beten: Kurz muss weg." - 10.000 Menschen gingen trotzdem zum "Gebet" und für einen "Spaziergang" auf die Straße.

"Dieser Einsatz war für die Polizisten alles andere als ein Spaziergang." - Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) fand die Demo für die Polizisten gar nicht entspannend.

"Das ist ein Tabubruch, Sündenfall, demokratiepolitischer Skandal." - Sein Vorgänger und jetzige FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl durfte keine Rede auf der Demo halten...

"Sie sind kein Minister, sie sind ein Ministrant." - ... und er sieht Nehammer besser in der Kirche als in der Regierung aufgehoben.

"Ein Elternteil hat bewusst das Asylrecht missbraucht." - Nehammer verteidigt die Abschiebung von Schülerinnen nach Georgien und Armenien.

"Die Mutter der Tina hat keine Gesetze gebrochen. Er ist der Rechtsbrecher." - Asylanwalt Wilfried Embacher ist außer sich.

"Ich bin sehr fürs Abschieben. Ich bin für das Abschieben der Gfraster, (...) aber nicht für das Abschieben von gut integrierten Schülern." - Bürgermeister Ludwig will die Schülerinnen auch behalten.

"Der Grüne Klub wird nicht für einen folgenlosen Entschließungsantrag stimmen, der ohnehin keine Mehrheit erreicht." Klubobfrau Sigrid Maurer sagt die Koalitionskrise ab und die Grünen stimmen entgegen ihrer Überzeugung gegen die Rückholung der Schülerinnen.

"Bei Entscheidungen müssen wir immer zuerst an die Rechte und an das Wohl von Kindern denken." - Vizekanzler Werner Kogler will den Konflikt mit der ÖVP mit einer "Kindeswohlkommission" entschärfen ...

"Es geht darum, Lösungen zu finden - denn die Menschen verstehen zu Recht nicht, warum Kinder, die in Österreich aufgewachsen sind, abgeschoben werden." - ... und deren Vorsitzende Irmgard Griss weiß schon, was sie zu tun hat.

"Beim Wiener ist es das höchste Lob, wenn er sagt: Eh nicht so schlecht. ,Ist okay' ist eigentlich schon eine Huldigung." - Wiener Lob von Alt-Bürgermeister Michael Häupl für Parteichefin Pamela Rendi Wagner.

"Es ist ein Programm, von dem ich nicht weiß, ob es eine SPÖ-Alleinregierung viel anders geschrieben hätte." - Auch mit türkis-rot in Wien ist Häupl "sehr zufrieden".

"Der Watschenmann bin momentan ich. Aber alles war ich nicht." - Ex-Bankchef Martin Pucher will nicht allein für alle Malversationen bei der Commerzialbank Mattersburg verantwortlich sein ....

"Ich wäre selber neugierig, wo gewisse Teile von der Summe, die ich vernommen habe, hingekommen sind." - ... und fragt, wo die Millionen hingekommen sind.

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