Sebastian Hofer: Skilaufbahn

Sebastian Hofer: Skilaufbahn

Kleiner saisonaler Nachtrag zur beliebten Reihe "Was man vom Leben lernen kann". Diesmal: im Skiurlaub.

Geometrie: Der Beweis, dass ein bestimmtes Skigebiet tatsächlich genau "250 Pistenkilometer" umfasst, ist für den einzelnen Skifahrer nicht durchführbar.

Sport: Niemand braucht 250 Pistenkilometer, weil man a) spätestens nach 15 Kilometern eh in die Hütte muss und b) an einem typischen Skitag zur Hauptsaison aufgrund ständigen Anstellenmüssens ohnehin kaum vorwärts kommt.

Wirtschaftskunde: Je mehr Pistenkilometer das Skigebiet, desto teurer die Tageskarte.

Mathematik I (Grundlagen): Im Pulk vor der Sessellift-Talstation ist die Geschwindigkeit des individuellen Vorwärtskommens direkt proportional zum reinen Zufall.

Mathematik II (Chaostheorie): Ein kleiner Verschneider beim Anstellen kann am anderen Ende des Pulks eine Schlägerei auslösen.

Ethik: Stelle dich im Pulk vor der Sessellift-Talstation so an, dass die Maxime deines Anstellens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Liftordnung gelten könnte.

Politische Bildung: Das Recht geht vom Liftwart aus.

Religion: Geh in die Knie!

Biologie: Drei Weißbiere enthalten ausreichend viel Alkohol, um den durchschnittlichen Skihüttenbesucher für den allgemeinen Skiverkehr untauglich zu machen. Die Alkoholresorption wird durch parallelen Germknödelkonsum nur unzureichend verringert.

Geschichte: Wenn Skikursgruppen nach erfolgter Abfahrt lautstark "Ski heil" brüllen, kann das schon ein bisschen unheimlich klingen.

hofer.sebastian@profil.at