Andreas Ridder

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Advertorial
02/26/2022

Immobilienmarkt: Die Jagd nach Renditen

Der österreichische Immobilienmarkt ist für Investoren weiterhin ausgesprochen attraktiv – gefragt bei Käufern aus dem In- und Ausland sind vor allem Wohnimmobilien.

von Robert Prazak

Schon das vorige Jahr brachte nicht hohe Nachfrage und Preissteigerungen. Laut Analyse der Plattform Immoscout24 liegen die Kaufpreise für Häuser inzwischen bei mehr als 3000 Euro je Quadratmeter, bei Wohnungen sogar schon bei rund 3650 Euro. Dabei verteuerte sich zunehmend auch der Wohnraum in jenen Regionen, die bisher als vergleichsweise günstig galten. In Wien wurden indes viele Eigentumswohnungen gekauft, um sie in weiterer Folge zu vermieten – wer es sich leisten kann, investiert derzeit eben in Grund und Boden. Auch für den deutschen Immobilienmarkt brachte das vorige Jahr neue Rekorde. Inzwischen gelten die Märkte in diesen beiden Ländern aber als überhitzt: Der europäische Rat für Systemrisiken hat Österreich und Deutschland wegen der steigenden Risiken auf ihren Immobilienmärkten ermahnt. Der Hintergrund: Wenn die Zinsen ansteigen, könnten sich viele Menschen etwa Wohnkredite nicht mehr leisten. Die EU empfiehlt strengere Aufsichten für diesen Teil des Finanzmarktes.

Mietwohnungen jedenfalls werden wegen der steigenden Preise noch beliebter, Österreich ist ohnehin schon ein Land der Mieter. Die Nachfrage werde weiter steigen, sagt Andreas Ridder, Managing Director Österreich und CEE des Immobiliendienstleisters CBRE. Die gute Nachricht aus seiner Sicht: „Die Mietpreise in Österreich bewegen sich auf einem stabilen und moderaten Niveau.“ Insbesondere durch den geförderten Wohnbau gäbe es sehr gute und erschwingliche Produkte am Markt.

Zurück zu Immobilien als Anlageprodukt: Sicherheit bieten sie zwar, die Renditen sind aber längst kein Argument mehr. Für Anleger wiederum wird es nämlich immer schwieriger, attraktive Renditen zu finden. „Das Problem besteht tatsächlich und wird noch durch ansteigende Finanzierungskosten verschärft“, sagt Ridder. Mögliche Lösungen für Investoren könnten sein, in Länder zu investieren, wo die Erträge noch höher sind – dazu zählen seiner Meinung nach etwa Rumänien und Bulgarien. Attraktiv könnten zudem Assetklassen wie Hotels und Einkaufszentren sein, bei diesen sind die Renditen teils noch höher. Auch Immobilien mit Wertsteigerungspotenzial wie Büros in Wien wären eine Möglichkeit. Die Mieten seien noch relativ niedrig und es werde vergleichsweise wenig entwickelt. Ein wichtiger Faktor für Immobilieninvestoren sind indes ESG-Kriterien (Nachhaltigkeitsaspekte wie Klimaschutz), wobei der Durchblick nicht immer leicht ist. „Die meisten Investoren lassen heute schon vor einem Ankauf eine ausführliche ESG-Due-Diligence durchführen“, erläutert Ridder. Dabei werden nicht nur mögliche Themen aufgezeigt, sondern auch Lösungen mit Kosten und Zeitplan dargestellt. Heuer werden ESG-Strategien jedenfalls noch wichtiger.

Wohnimmobilien in Österreich werden immer teurer. Seit fünf Quartalen verzeichnet die Oesterreichische Nationalbank Preiszuwächse jenseits der Zehn-Prozent-Marke, gemessen jeweils an den Quartalen des Jahres davor. Im vierten Quartal 2022 wurde in Österreich insgesamt ein Preisanstieg bei Wohnimmobilien von 12,6 Prozent gemessen; in Wien waren es 11,3 Prozent. Die Preise sind in der gesamten Region Zentral-, Ost- und Südosteuropa teilweise stark gestiegen – stärker als im Rest der EU. Dazu haben niedrige Zinsen, staatliche Förderungen für den Wohnerwerb und die wirtschaftliche Erholung beigetragen.