Spannung vor den türkischen Wahlen

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Spannung vor den türkischen Wahlen

Bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am Sonntag können sich Recep Tayyip Erdoğan und seine AK-Partei keineswegs auf einen leichten Sieg einstellen.

Am Sonntag finden in der Türkei Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Damit soll ein grundlegender Systemwechsel abgeschlossen werden – weg von der parlamentarischen Demokratie, hin zur Vormachtstellung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan.

Was in Europa für Ablehnung und Kritik sorgt, wurde von der türkischen Bevölkerung bei einem Verfassungsreferendum im vergangenen April mit knapper Mehrheit befürwortet.

Sechs Kandidaten treten an, einer davon – der Chef der pro-kurdischen HDP – aus dem Gefängnis.

Dass Erdoğan die meisten Stimmen bekommt, gilt als sicher. Ob er im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit schafft, hingegen nicht. Bei einer Stichwahl könnte die Opposition ein Bündnis gegen ihn schmieden.

Bei der gleichzeitig stattfindenden Parlamentswahl könnte Erdoğans Partei AKP laut Umfragen die Mehrheit verlieren. Das würde seine Macht als Präsident zumindest schwächen.

Mit einem vorläufigen Wahlergebnis wird bereits am Sonntag Abend gerechnet.

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