Manuel Neuer (Deutschland)

Manuel Neuer (Deutschland)

Gesellschaft

EURO 2016 in Frankreich: Die Topstars (Teil 2)

Nachdem wir zuletzt die möglichen Senkrechtstarter der EM in Frankreich porträtiert haben, kümmern wir uns jetzt um die ganz großen Namen: profil präsentiert 20 Spieler, die bei der EURO besonders im Fokus stehen werden. Teil 2: Von "M" wie Modric bis "T" wie Turan.

Anmerkung: Die Auswahl ist - wie immer - rein subjektiv und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Auflistung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge.

Teil 1 (von "A" wie Alaba bis "L" wie Lewandowski) finden Sie hier.

Luka Modrić (KROATIEN)

Geburtstag: 9. September 1985
Aktueller Verein: Real Madrid
Internationale Karriere: 87 Einsätze/ 10 Tore

Luka Modric (Kroatien)

Luka Modric (Kroatien)

Während seiner Zeit bei den Tottenham Hotspurs wurde er von Sir Alex Ferguson als bester Mittelfeldspieler der Premier League bezeichnet, seit 2012 zieht er bei Real Madrid die Fäden: Luka Modrić. Der passsichere Kroate gewann mit den "Königlichen" 2014 die Champions League und wurde letztes Jahr in die "FIFA XI des Jahres" gewählt. Aufgrund seiner Statur und seinen langen Haaren wird der 30-Jährige auch "el pony" genannt.

Seit einem Jahrzehnt (er debütierte am 1. März 2006 gegen Argentinien) ist Modrić auch im kroatischen Nationalteam Dreh- und Angelpunkt. Bei der EM 2008 schoss er in der Gruppenphase seine Heimat per Elfmeter zum 1:0-Sieg gegen Österreich. Bei der EURO 2012 und der WM 2014 scheiterte er - trotz hoher Erwartungen - mit Kroatien jeweils in der Vorrunde.

Thomas Müller (DEUTSCHLAND)

Geburtstag: 13. September 1989
Aktueller Verein: FC Bayern München
Internationale Karriere: 70 Einsätze/ 31 Tore

Thomas Müller (Deutschland)

Thomas Müller (Deutschland)

Der Mann mit dem Allerweltsnamen ist bei weitem kein Allerweltsfußballer. Thomas Müller ist vielleicht nicht der technisch versierteste Spieler der Welt, sein Instinkt vor dem Tor ist jedoch unnachahmlich. Das FC Bayern-Eigengewächs kam unter Trainer Louis van Gaal in die Stammelf des deutschen Rekordmeisters und zählt seitdem zu den absoluten Stützen der Mannschaft. Seine Unberechenbarkeit und unorthodoxe Spielweise sorgen immer wieder für entscheidende Impulse.

Für das deutsche Nationalteam debütierte Müller am 3. März 2010 gegen Argentinien. Er gehörte daraufhin auch Joachim Löws Aufgebot für die WM in Südafrika an und schaffte dort sofort seinen großen Durchbruch. Mit fünf Treffern und drei Assists wurde Müller Torschützenkönig; zudem wurde er als "Bester junger Spieler" des Turniers ausgezeichnet. Bei der WM 2014 konnte er abermals fünf Tore erzielen (unter anderem einen Hattrick beim 4:0 gegen Portugal) und trug damit maßgeblich zum Titelgewinn Deutschlands bei.

Manuel Neuer (DEUTSCHLAND)

Geburtstag: 27. März 1986
Aktueller Verein: FC Bayern München
Internationale Karriere: 64 Einsätze/ 0 Tore

Manuel Neuer (Deutschland)

Manuel Neuer (Deutschland)

Auch er hatte maßgeblichen Anteil an Deutschlands Weltmeistertitel 2014: Manuel Neuer wurde in Brasilien als bester Torhüter mit dem "Goldenen Handschuh" ausgezeichnet. Im gleichen Jahr wurde der mittlerweile 30-Jährige gar zu "Europas Sportler des Jahres" gewählt; in den vergangenen drei Jahren war er außerdem jeweils "Welttorhüter des Jahres". Neuer ist nicht nur für seine unglaublichen Reflexe bekannt, sondern glänzt auch mit seinem Spielverständnis und seinen spektakulären "Ausflügen" aus dem Tor.

Sein erstes A-Länderspiel bestritt der Schalke 04-Eigenbauspieler am 2. Juni 2009 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate. Durch eine Verletzung des damaligen DFB-Stammtorhüters René Adler wurde Neuer kurz vor der WM 2010 zur neuen Nummer eins seines Landes. Seither zählt er zu den Fixpunkten in Joachim Löws Mannschaft und hat bis jetzt 64 Einsätze für Deutschland absolviert.

Mesut Özil (DEUTSCHLAND)

Geburtstag: 15. Oktober 1988
Aktueller Verein: FC Arsenal
Internationale Karriere: 72 Einsätze/ 19 Tore

Mesut Özil (Deutschland)

Mesut Özil (Deutschland)

Ein weiterer Gelsenkirchener, der seit Jahren nicht mehr aus dem DFB-Team wegzudenken ist: Arsenals Mittelfeldstar Mesut Özil. Der Deutsch-Türke, der Zinédine Zidane als Vorbild hat, gab bereits als 17-Jähriger sein Bundesliga-Debüt für Schalke 04. Im Jahr 2010 wechselte er von der Weser zu Real Madrid, wo er bis 2013 in 105 Ligaspielen 19 Tore erzielte. Seit drei Jahren läuft er in der Premier League auf.

Özil gab sein Nationalteam-Debüt am 12. August 2009 gegen Aserbaidschan. Seine Entscheidung, für das DFB-Team und nicht für die Türkei aufzulaufen, sorgte dabei für einige Kontroversen. Bei der WM 2010 erzielte der Linksfuß das entscheidende Tor beim 1:0-Sieg gegen Ghana. Özil absolvierte im Laufe des Turniers alle sieben Spiele des DFB-Teams und war dabei einer der auffälligsten Akteure. Auch beim WM-Triumph 2014 stand er bei sämtlichen Matches seines Landes in der Startelf.

Paul Pogba (FRANKREICH)

Geburtstag: 15. März 1993
Aktueller Verein: Juventus Turin
Internationale Karriere: 29 Einsätze/ 5 Tore

Paul Pogba (Frankreich)

Paul Pogba (Frankreich)

Für viele ist Paul Pogba DER kommende Star auf der Bühne des Weltfußballs. Der 23-Jährige Mittelfeld-Akteur von Juventus Turin vereint offensive und defensive Qualitäten zugleich und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sein Verein das letztjährige Champions League-Finale erreichen konnte. Auch heuer wurde er wieder mit der "Alten Dame" italienischer Meister und glänzte als Top-Vorbereiter der Liga. Kein Wunder, dass Pogba mittlerweile bei fast allen Top-Clubs ganz oben auf der Transfer-Prioritäten-Liste steht.

Für Frankreichs Nationalteam lief Pogba zum ersten Mal am 22. März 2013 auf. Bei der WM 2014 gehörte er bereits zum Stammpersonal der "Les Bleus" und wurde zum "Besten jungen Spieler" des Turniers gewählt. In seinen bisherigen 25 Länderspielen brachte er es auf 5 Tore.

Ivan Rakitić (KROATIEN)

Geburtstag: 10. März 1988
Aktueller Verein: FC Barcelona
Internationale Karriere: 75 Einsätze/ 10 Tore

Ivan Rakitic (Kroatien)

Ivan Rakitic (Kroatien)

Der letztjährige Champions League-Sieger (er erzielte im Endspiel gegen Juventus Turin das 1:0 für den FC Barcelona) zieht im kroatischen Mittelfeld neben Luka Modrić die Fäden. Aufgewachsen ist der 28-Jährige in der Schweiz, wo er bis 2007 für den FC Basel auflief. Nach Zwischenstationen bei Schalke 04 (2007-2011) und dem FC Sevilla (2011-2014) heuerte der kroatische Sportler des Jahres 2015 bei den katalanischen Riesen an, wo er sich schnell etablieren konnte.

Am 8. Dezember 2007 feierte Rakitić gegen Estland seinen Einstand im Nationalteam. Er brachte es bis jetzt auf drei Finalturnier-Teilnahmen (EM 2008 und 2012 bzw. WM 2014) und 75 Länderspiele.

Sergio Ramos (SPANIEN)

Geburtstag: 30. März 1986
Aktueller Verein: Real Madrid
Internationale Karriere: 131 Einsätze/ 10 Tore

Sergio Ramos (Spanien)

Sergio Ramos (Spanien)

Der 30-Jährige zählt ohne Frage zu den besten Abwehrspielern der Welt. Ramos kann sowohl als rechter Außenverteidiger als auch als Innenverteidiger agieren und ist seit der Saison 2005/2006 nicht aus der Startelf von Real Madrid wegzudenken. Auf Vereinsebene holte er u.a. drei mal die spanische Meisterschaft, zwei mal den Pokal
und einmal die Champions League.

Mit Spanien, für das er am 26. März 2005 gegen China 18-jährig debütierte, holte er die Europameistertitel 2008 und 2012 und den Weltmeistertitel 2010. Ramos hält den Rekord als jüngster europäischer Spieler, der es auf 100 Einsätze im Nationalteam brachte. Mittlerweile hat er es nicht nur auf 131 Spiele im Nationaltrikot gebracht, sondern auch auf mehr als 100 Siege.

Wayne Rooney (ENGLAND)

Geburtstag: 24. Oktober 1985
Aktueller Verein: Manchester United
Internationale Karriere: 106 Einsätze/ 51 Tore

Wayne Rooney (England)

Wayne Rooney (England)

Obwohl Wayne Rooney erst 30 Jahre alt ist, hat man das Gefühl, dass er schon ewig für die "Three Lions" aufläuft. Das ist auch kein Wunder, gab der Manchester United-Star doch schon im Alter von 17 Jahren am 12. Februar 2003 gegen Australien sein Teamdebüt. Damals war er der jüngste englische Nationalspieler aller Zeiten - bis er 2006 von Theo Walcott abgelöst wurde. Rooney kann bereits jetzt auf eine glorreiche Karriere mit insgesamt fünf englischen Meistertiteln und jeweils einem FA-Cup- und Champions League-Triumph zurückblicken. In 365 Ligaspielen für Man United erzielte er 177 Tore.

Ähnlich eindrucksvoll ist seine Torquote im englischen Nationalteam, für das er in 106 Einsätzen 51 Tore erzielte. Mittlerweile agiert der gebürtige Liverpooler allerdings nicht mehr an vorderster Front, sondern sorgt eher im Mittelfeld für kreative Impulse.

David Silva (SPANIEN)

Geburtstag: 8. Januar 1986
Aktueller Verein: Manchester City
Internationale Karriere: 96 Einsätze/ 23 Tore

David Silva (Spanien)

David Silva (Spanien)

In der gleichen Stadt wie Rooney - allerdings beim Stadtrivalen Manchester City - verdient David Silva sein tägliches Brot. Der 30-Jährige Spielmacher darf sich wie Sergio Ramos Weltmeister und zweifacher Europameister nennen. Zudem gewann er mit seinem Verein 2012 und 2014 die Premier League und zog heuer in das Halbfinale der Champions League ein, wo man gegen Real Madrid scheiterte. Silva ist vor allem für seine Assist-Qualitäten und seine Spielübersicht bekannt.

Sein Nationalteam-Debüt feierte der Mann mit dem Spitznamen "Merlin" am 15. November 2006 gegen Rumänien. Speziell bei der letzten EM in Polen und der Ukraine zeigte Silva groß auf und war ein entscheidender Faktor für Spaniens erfolgreiche Titelverteidigung.

Arda Turan (TÜRKEI)

Geburtstag: 30. Januar 1987
Aktueller Verein: FC Barcelona
Internationale Karriere: 89 Einsätze/ 17 Tore

Arda Turan (Türkei)

Arda Turan (Türkei)

Der offensive Mittelfeldspieler des FC Barcelona ist das Um und Auf im türkischen Angriffsspiel. Turan spielte von 2011 bis 2015 für Atlético Madrid und etablierte sich als einer der besten Spieler der Primera Division. 2014 wurde er spanischer Meister und kam ins Champions League-Finale. Mit der Ablöse von 34 Millionen Euro, die der FC Barcelona an Atlético im letzten Sommer überwies, wurde er zum teuersten Spieler der türkischen Fußballgeschichte.

Für sein Heimatland debütierte Turan am 16. August 2006 gegen Luxemburg. Erstmals groß aufzeigen konnte der damalige Galatasaray-Spieler bei der EM 2008, als er in drei Einsätzen zwei Treffer erzielen konnte. Seitdem ist er aus dem Nationalteam nicht wegzudenken.

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