#brodnig: Klick! Mich! An!
Gesellschaft

#brodnig: Klick! Mich! An!

Was hinter diesen superhübschen jungen Frauen steckt, die mit uns auf Facebook "befreundet“ sein wollen. (Spoiler: nichts Gutes.)

Tut mir leid, dass ich die Überbringerin schlechter Nachrichten sein muss: Diese vollbusigen, attraktiven Frauen, die massenweise Freundschaftsanfragen auf Facebook aussenden, sind nicht wirklich an Freundschaft (oder sogar mehr) interessiert. Es handelt sich hier um eine lästige Form von Betrügerei. Wer viel Zeit in dem sozialen Netzwerk verbringt, wird seit Längerem zugemüllt mit Anfragen solcher Schönheiten. Aktuell will die reizvolle Brünette "Jessica“ mit mir befreundet sein, die angeblich aus Perchtoldsdorf stammt, oder die ebenso attraktive blonde "Olivia“, die vermeintlich in Saalfelden wohnt. Beide Accounts posten Beiträge, die "Liebe“ oder "tausende schöne Mädchen“ versprechen. Man muss nur auf einen Link klicken, dann ist das Glück gewiss.

Natürlich ein Hinterhalt: Zum einen locken die Accounts auf windige Websites, wo man sich (natürlich kostenpflichtig) registrieren soll, um eine Affäre zu planen. Oder schlimmer: Die Links führen womöglich zu Schadsoftware, die sich im Rechner einnistet. Als "Catfishing“ bezeichnet man Betrügereien mit Fotos fremder Menschen. Facebook löscht solche Spam-Profile oft rasch - doch für jedes entfernte Profil poppt ein neues auf. Wie groß das Problem der sexy Fake-Accounts ist, zeigt, dass sie sogar im Wahlkampf Erwähnung fanden. Da gaben die Spitzenkandidaten dem Magazin "Biber“ ein Interview. Auf die Frage, "wen würden Sie auf Facebook niemals als FreundIn annehmen“, meinte NEOS-Chef Matthias Strolz: "Alle vollbusigen Damen, die anfragen und vorgeben, in meiner Nachbarschaft zu wohnen, traue ich nicht ganz, weil ich sie beim Müllrausbringen noch nicht getroffen habe. Die lehne ich ab.“ Kluger Mann!

Für bildhübsche reale Menschen mag dies durchaus ein Problem sein: Wer superattraktiv und vollbusig ist, sollte das im Facebook-Profilbild lieber nicht zu deutlich herzeigen. Die Gefahr ist, dass Matthias Strolz und ich sie sonst prompt wegklicken.

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