Rainer Nikowitz: Toptipp
Österreich

Rainer Nikowitz: Toptipp

Selbst wenn man die Moralinlawine, die Eva Glawischnig verschüttet, für reichlich übersäuert hält, bleibt die Frage: Welcher Teufel hat sie bloß geritten?

Glawischnig: Also, wir san uns einig? Hand drauf?
Pilz: Absolut, ja. Was gwesen is, is gwesen. Des liegt hinter uns. Mir ham beide unser Lektion glernt, und wir lassen die Vergangenheit jetzt ruhen.
Glawischnig: No more bad feelings. Es war ja schon a schöne Zeit a. Die meiste Zeit.
Pilz: Wir ham schließlich beide Fehler gmacht.
Glawischnig: Dass i dos aus deinem Mund amol hör!
Pilz: Besser spät als nie, oder?
Glawischnig: Eh. I bin eh voll froh, dass ma uns ausgredet ham.
Pilz: Also: Simma wieder gut?
Glawischnig: Ja. Gern.
Pilz: Na, Gott sei Dank!
Glawischnig: Du, und sonst so? Was wirst denn jetzt machen? Gehst wirklich wieder ins Parlament?
Pilz: I möcht scho. Werma schauen. Und du?
Glawischnig: Du, i bin no am Suchen. Es gibt so vüle Sachen, die mi interessieren.
Pilz: Weißt, was i mir denk: I sollt jetzt, nach allem, was passiert is, wenigstens versuchen, dem grünen Projekt als Ganzes wieder auf die Füß zu helfen. Irgendwie is da no a Rechnung offen.
Glawischnig: Na ja, dos wär natürlich toll. I überleg a die ganze Zeit, was i tun könnt. I bin da no net wirklich auf an grünen Zweig kumman. Aber im Moment muss i zuerst amol an mi selber denken. A neues Leben anfangen.
Pilz: Du, da fallt mir was ein: I wissert an super Job für di!
Glawischnig: Ma, wirklich?
Pilz: Ja! Der wär geradezu perfekt! Guter Verdienst, hohes Sozialprestige – alles da. Des musst unbedingt machen!
Glawischnig: Du bist echt a Freund! Also: Lass hören!

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