Hugh Grant und Kathrin Glock im November 2014.

Hugh Grant und Kathrin Glock im November 2014.

Wirtschaft

Von Waffen und Heuchlern: Gaston Glocks 90er

Gaston Glock feierte kürzlich seinen 90er mit internationalen Stars - einige haben unvermittelt Erklärungsbedarf.

Eine Sause und die Folgen: Am 2. August feierte Gaston Glock, der Gründer des gleichnamigen Waffenherstellers, seinen 90. Geburtstag im "Glock Horse Performance Center" in Treffen am Ossiacher See. Unter den Gratulanten, impressive: Naomi Campbell, Joan Collins, Hugh Grant, John Travolta, Robbie Williams und Leona Lewis. "Rund 90 handverlesene Freunde, Wegbegleiter und Geschäftspartner kamen zu dem von Kathrin Glock mit viel Liebe organisierten Fest, um dem Global Player mit Kult-Status zu gratulieren", berichtete die Tageszeitung "Österreich" exklusiv von einem "sehr emotionalen und intimen Fest".

Für manche Stars war das womöglich zu intim. Am darauffolgenden Wochenende forderten gleich zwei Schusswaffenattentate in den USA 29 Todesopfer. Prompt geriet Glocks Gästeliste in die Kritik -in Social Media und darüber hinaus. "Die Heuchelei unserer partyliebenden Elite ist schamlos", schrieb etwa Stephen Glover, Kolumnist der britischen "Daily Mail". Glover rief in Erinnerung, dass einige von Glocks Gästen in der Vergangenheit öffentlich gegen "gun violence" in den USA aufgetreten und/oder schärfere Waffengesetze eingemahnt hatten. Namentlich Hugh Grant, Naomi Campbell, Joan Collins und Leona Lewis. Campbell hatte erst im Juni dieses Jahres via Twitter und Facebook ihre Verblüffung über das Ausmaß der Waffengewalt in den USA kundgetan, die Sängerin Lewis hatte diese im Vorjahr "scheußlich" genannt, Grant den Waffenwahn der Amerikaner bereits nach dem Colombine-Massaker 1999 gegeißelt.

"Es ist also besonders merkwürdig, dass sie anlässlich des 90. Geburtstages von Gaston Glock auf einer extravaganten Party in Österreich anwesend waren. Das ist derselbe Gaston Glock, der mehr als fünf Millionen Pistolen verkauft hat und Milliardär geworden ist", so Glover in der "Daily Mail". Einzig mit Joan Collins hatte er Nachsicht. Diese hatte 2012 öffentlich statuiert, dass sie Waffen "hasse". Dass sie sich daran allem Anschein nach nicht erinnern könne, schreibt der Autor dem Umstand zu, dass sie mittlerweile 86 sei.

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  • ernst beck
    ernst beck Mo., 19. Aug.. 2019 12:41

    Keiner der im Artikel genannten abgehalfterten Expromis kommt weil sie mit Glock befreundet sind, sondern weil sie über Agenturen aus Aufputz gebucht werden.

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  • Fred Fido (fred.fido) Do., 15. Aug.. 2019 18:17

    Das problem ist nicht Glock sondern die US gesetzgebung. Und die armut in den USA. Und ...

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