Christoph Huber

Christoph Huber 

© APA/Hans Punz

Wissenschaft
10/02/2021

Ohne diesen Mann gäbe es die erste Covid-Impfung nicht

Christoph Huber ist Pionier der Immuntherapie und Wegbereiter für die beiden deutschen Spitzenforscher, denen der Durchbruch gelang. Warum musste er dafür ins Ausland gehen? [E-Paper]

von Alwin Schönberger

Christoph Huber kommt auf die Minute pünktlich, keinen Augenblick früher. Das ließe sein praller Terminkalender nicht zu. Jeder Tag ist vollends durchgetaktet: Telefonate, Videokonferenzen, Hintergrundgespräche. So sieht die Zeitplanung seit Jänner 2020 aus – seit die genetische Sequenz des Coronavirus SARS-CoV-2 veröffentlicht wurde. Vor einigen Monaten erzählte Huber, wegen eines Projektantrags 36 Stunden durchgearbeitet zu haben. Wie hält man das als 77-Jähriger aus? „Sehe ich erschöpft aus?“, fragt Huber. „Ich mache nur, was mich freut und mir guttut. Es muss Sinn ergeben unter Berücksichtigung meiner Lebensphase. Es hält fit, wenn man gefordert ist. Aber ich muss das Gefühl haben, dass es gewollt und nützlich ist.“

Es ist nicht ganz leicht, Hubers Rolle bei der Bekämpfung der Pandemie präzise zu beschreiben. Man ist geneigt, ihn das Mastermind hinter dem ersten Impfstoff und BioNTech zu nennen, jenem Mainzer Unternehmen, das das Vakzin entwickelte. Doch da widerspricht Huber vehement: Die Zuschreibung sei maßlos übertrieben. Viel eher sieht er sich als Mentor und Forschungsmanager. Richtig ist zweifellos: Ohne Hubers Vorarbeit gäbe es BioNTech und den in Europa wichtigsten Covid-Impfstoff „Comirnaty“ nicht, zumindest nicht in der gegenwärtigen Form. Über Jahrzehnte hat er wissenschaftliche Strukturen und Forschungsnetzwerke befördert, die solch ein Unternehmen gedeihen ließen, hat Brücken zwischen Grundlagenforschung und praktischer Anwendung geschlagen.

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