Der Triumph der Frauen: Fortschritt durch Verweiblichung

Der Triumph der Frauen: Fortschritt durch Verweiblichung

Wie die Niveausteigerung des Homo Sapiens mit dem Sinken des Testosteronspiegels zusammenhängen könnte.

Es war ein bedeutsamer Umbruch in der Menschheitsgeschichte: Vor etwa 50.000 Jahren setzten sich relativ rapide Innovationen wie raffinierte Werkzeuge, durchdachte Jagdmethoden und komplexe Kunst durch. Ein höher entwickeltes Sozialverhalten, lautet eine Annahme, könnte diesen Fortschritt begünstigt haben, und zwar in Form von deutlich verbesserter Kooperation. Doch was könnte diese Niveausteigerung der Spezies Homo sapiens ausgelöst haben? Vielleicht war es eine Art Verweiblichung der damaligen menschlichen Gesellschaft, schlägt nun eine neue Studie vor - übrigens von vier Männern verfasst. Anatomische Analysen leiteten die Forscher zur Erkenntnis, dass beispielsweise die einst wuchtigen Überaugenwülste in dieser Zeit kleiner, die Gesichter insgesamt runder und femininer wurden. Als Ursache kommt infrage, dass der Testosteronspiegel gesunken sein könnte, was gleichsam die weibliche Ader des Menschen stärker ausgeprägt haben könnte - gefolgt von einer Neujustierung des Sozialverhaltens.