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Christl Clear: „Der Ursprung alles Bösen ist das Patriarchat“

Die Wiener Influencerin Christl Clear, 38, hat ein Buch über Selbstermächtigung und Feminismus geschrieben. Gespräch mit einer Grenzgängerin.

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Auf Instagram heißt Christiana Krivan Christl Clear, man darf sie aber auch im analogen Leben so nennen, die Internet-Figur und die reale Person sind einander ziemlich ähnlich. Die Familie der 38-jährigen Wienerin stammt aus Nigeria, aufgewachsen ist sie im Gemeindebau in Wien-Donaustadt. Vor zehn Jahren begann sie, im Internet über ihr Leben zu sprechen, inzwischen ist sie mit 38.000 Followern eine der bekanntesten Influencerinnen des Landes, was an ihrer Authentizität liegen mag oder an ihrem besonderen Zugang: Clear gelingt eine schlüssige Verbindung von Alltagskultur mit sehr tiefschürfenden Grundfragen: Wer bin ich heute, wer macht mich dazu, und wann kommt endlich der Paketbote?

Vor allem im Umgang und in der Analyse der Black-Lives-Matter-Bewegung fand Christl Clear zu einer eigenen, auch deutlich gehörten Stimme. Soeben hat sie ihr erstes Buch vorgelegt, es heißt „Let me be Christl Clear“ und hält im Plauderton die Spannung zwischen anekdotenreichem Lebensbericht, gutem Spruch und intersektionalem Feminismus.

Sebastian Hofer

Sebastian Hofer

schreibt seit 2002 im profil über Gesellschaft und Popkultur, ist seit 2020 Textchef dieses Magazins und zählt zum Kernteam von faktiv.

Patricia Bartos

Patricia Bartos

Seit September 2020 Videoredakteurin bei der futurezone und profil.at, davor ORF und VICE/Noisey. Beschäftigt sich gerne mit Netzpolitik, Social Media und Science.