Johannes Dürr: Erstes Rennen am Weg zurück

Regen und Aufregung: Das erste Rennen ist gut über die Bühne gegangen

Regen und Aufregung: Das erste Rennen ist gut über die Bühne gegangen

Langläufer Johannes Dürr absolvierte am Weg zu seinem Ziel, an der Nordischen Ski-WM in Seefeld 2019 teilzunehmen, sein erstes Rennen. Davor stand noch ein Höhentraining am Programm. Autor Martin Prinz hat beides protokolliert.

"Erstes Höhentraining seit Sommer 2013, zwei Wochen im August in St. Caterina in Norditalien. Es stellte sich die Frage, wie Johannes darauf ansprechen wird, da er erst mit Juni wieder auf Trainingsumfänge und Intensitäten umgestiegen ist, wie sie nur unter professionellen Umständen möglich sind. Bis Anfang Juli geschah das noch neben seinem Vollzeitjob. Dank des geglückten Crowdfundings geht sich das nun zeitlich und finanziell aus."

Johannes Dürr beim Höhentraining in Norditalien

+++ Lesen Sie hier mehr zum Projekt: Johannes Dürr - Der Weg zurück +++

"Nach vier Tagen Anpassung an die Höhe, wurde alle drei bis vier Tage das Programm intensiviert: lange Bergtouren, Skirollereinheiten auf den Passo di Gavia sowie tägliche Krafttrainingseinheiten mit einer gänzlich umgestellten Methodik. Ein derart intensives Höhentraining ist immer eine Ungewissheit. Aber es ging gut!"

Höhentraining bevor es zum ersten Renenn ging

Höhentraining bevor es zum ersten Renenn ging

"All das ist sogar so zufriedenstellend verlaufen, dass Johannes am Samstag beim jährlichen Skiroller-Kräftemessen, dem Berglauf auf den Gaisberg, „Climb the Goas“ genannt, an den Start ging. Ebenfalls am Start: das ÖSV-Skilanglauf-Nationalteam und so gut wie alle Europacup-Läufer. Damit wurde dieses Rennen zur ersten seriösen Standortbestimmung."

Bälle schupfen fürs Comeback

"Warum Johannes trotz des Trainingsrückstands an den Start ging? Ganz einfach: was er am meisten braucht, sind Rennen. Und zwar Rennen auf dem höchsten Niveau, um möglichst schnell an die alten Automatismen anzuschließen, den Körper daran zu gewöhnen, an die Grenze zu gehen, und dem Körper wieder zu vertrauen."

Zum Anfang ein Regenrennen

Zum Anfang ein Regenrennen

"Und Geist und Körper haben mitgespielt."

"Ein Sturz beim Einlaufen wenige Minuten vor dem Start, dann ein Startplatz in der letzten Reihe und eine Aufholjagd in die Spitzengruppe. Das Rennen hatte es nicht nur aufgrund der schlechten Wetterbedingungen in sich. Max Hauke und Bernhard Tritscher setzten sich ab und Christian Hoffmann attackierte in einem unaufmerksamen Moment der Getränkeaufnahme."

"Johannes kam als Vierter auf die Gaisberghöhe, ließ alle anderen ÖSV-Kaderläufer hinter sich und weiß, wie viel Luft noch nach oben ist!"

Die Ergebnisliste des ersten Rennens am Gaisberg

Die Ergebnisliste des ersten Rennens am Gaisberg