Die Frau fürs Grobe

Dank ihrer starken Personaldecke konnte die ÖVP das Innenministerium zum Glück gleich wieder ­hervorragend besetzen.

Pröll: I will oba net.
Molterer: Du bleibst echt liaba in dein Pimperlministerium?
Pröll: Ich liebe mein Ressort.
Molterer: Aber dort wär ja sogar die Kdolsky unterfordert.
Pröll: I sag ja, ich liebe mein Ressort.
Molterer: Aber wenn ma si als große Zukunftshoffnung positionieren will, dann …
Pröll: … halt ma si am besten aus allem auße. Sonst hat ma gschwind solche Beliebtheitswerte wie du.
Molterer: Wenn du schon net willst, dann sag ma gfälligst wen anderen. Anforderungprofil: erzkonservativer Unsympathler, auf jede noch so komplizierte Frage eine dämliche Law-and-Order-Phrase als Antwort zur Hand, pos­tengeil genug, sich den Job bis zur Neuwahl anzutun, als Stimmenfänger aber ungeeignet und damit verheizbar …
Pröll: Äh, Entschuldigung schon, aber bei dem Anforderungsprofil fragst du zerscht mi, ob i des machen will?
Molterer: Na ja … bei dir hätt ma des Amt ja völlig neu positioniert. Bei wem andern sollt ma mehr auf Kontinuität setzen. Wir brauchen einen Platter für Arme.
Pröll: Des könnt schwierig werden.
Molterer: Aber irgendwen müss ma finden … Irgendwen, bei dem’s uns selber schon a bissl abbeutelt.
Pröll: Den Kukacka?
Molterer: Net schlecht. Aber no net ganz.
Pröll: Den Morak?
Molterer: Du kannst ja vielleicht grauslich sein.
Pröll: Den Fasslabend?
Molterer: Geh, hör auf! Na, da muss es die Idealbesetzung geben. A bissl no nachdenken … A jetzt hab i’s!
Pröll: Ich rechne mit dem Schlimmsten! Also, sag scho!