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Kultur
06/26/2021

"Ich bin romantisch genug, um an Gerechtigkeit zu glauben"

Die zweifache Oscar-Preisträgerin Jodie Foster im profil-Gespräch anlässlich ihres neuen Films „The Mauritanian“. [E-Paper]

von Stefan Grissemann

Bei den Filmfestspielen in Cannes wird sie kommende Woche zu den Ehrengästen gehören, mit einer Goldenen Palme für ihr Lebenswerk geehrt werden. Die Kalifornierin Jodie Foster, 58, ist eine Ikone des amerikanischen Kinos, vielleicht auch, weil sie schon als Kleinkind vor der Kamera stand. Als Dreijährige posierte sie als Model, mit fünf spielte sie in ihrer ersten Sitcom mit. Regiemeister Martin Scorsese entdeckte sie 1973 für sein Kino, zwei Jahre später, kaum 13 Jahre alt, verblüffte Foster in Scorseses „Taxi Driver“ mit einer souveränen Performance als kindliche Prostituierte, die von Robert De Niro gewaltsam „gerettet“ wird. 1989 folgte ihr erster Oscar (für das Drama „Angeklagt“), 1992 ihr zweiter (für ihre Leistung als FBI-Agentin Clarice Starling in „Das Schweigen der Lämmer“, an der Seite des abgründigen Anthony Hopkins); drei Golden Globes wurden ihr zuteil, der bislang letzte erst Ende Februar 2021 für ihre Darstellung der Anwältin eines Terrorverdächtigen in dem Film „The Mauritanian“.

Als Schauspielerin hat sich Jodie Foster, seit sie auch als Regisseurin arbeitet, vergleichsweise rar gemacht. In den letzten 25 Jahren trat sie in nur 14 Kinofilmen auf. Nun ist sie wieder da: Unter der Regie des Schotten Kevin Macdonald, dessen Großvater übrigens der britische Filmemacher Emeric Pressburger („Black Narcissus“, „The Red Shoes“) war, entstand „The Mauritanian“ (Österreich-Kinostart: 2. Juli), die wahre Geschichte des mauretanischen Elektrotechnikers Mohamedou Ould Slahi, der kurz nach den Terroranschlägen auf das New Yorker World Trade Center als vermeintliche Schlüsselfigur der Al-Qaida inhaftiert und ins US-Militärgefängnis Guantanamo überstellt wurde, wo er schuldlos von 2002 bis 2016 festgehalten und gefoltert wurde. Erst der jahrelange Kampf der von Foster verkörperten Anwältin Nancy Hollander führte Slahi in die Freiheit.

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