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Österreich
11/03/2020

Anschlag in Wien: "Einsatzkräfte, Schreie, wir sollen drinnen bleiben"

Österreich wird von einem Terroranschlag erschüttert. profil-Redakteurin Christa Zöchling war vor Ort.

"Hunderte Leute rasen auf die Bar L'Ombra am Lugeck in der Innenstadt zu, an uns vorbei, wir sitzen draußen, hören Maschinengewehr-Geknatter, flüchten uns in den Innenraum, warten, wagen uns nach einer Viertelstunde wieder nach draußen und gehen mit unseren Rädern Richtung Schwedenplatz."

So beschreibt profil-Redakteurin Christa Zöchling die ersten Minuten nach dem Anschlag, der gestern  in der gut besuchten Wiener Innenstadt gegen 20 Uhr begonnen hat. Zwei Passantinen wurde dabei getötet, rund 15 Menschen verletzt, sechs davon schwer. Ein stark bewaffneter Attentäter wurde von der Polizei erschossen, mindestens ein weiterer befindet sich noch auf der Flucht.

"Am Weg Richtung Schwedenplatz hören wir Schreie und werden in eine Bar hineingezogen. Darin treffen wir auf Susanna und Marius, Mutter und Sohn, und verbringen mit ihnen die nächsten Stunden. Ein Augenzeuge, der sah, wie ein Mensch erschossen wurde, flüchtet sich ebenfalls in die Bar und erzählt, was er gesehen und gehört hat", berichtet Christa Zöchling weiter.

Hunderte Polizisten und Polizistinnen und Kobra-Beamte sind in der Nacht im Einsatz, um den flüchtigen Täter aufzuspüren, die Wiener Innenstadt ist teilweise abgeriegelt, die Bevölkerung wird aufgefordert, nach Möglichkeit zuhause zu bleiben - auch am heutigen Dienstag. Die Schulpflicht wird ausgesetzt.

"Susanna und Marius bekommen von Freunden um die Ecke Videos geschickt, da rennt einer und schießt, dann zwei Gestalten in Weiß, die rennen und schießen, Rettung, Wega. Einsatzkräfte, Schreie, wir sollen drinnen bleiben. Das geht bis Mitternacht. Dann machen wir uns zitternd auf den Heimweg, überall schwerst bewaffnete Einsatzkräfte. 15 Minuten später sind wir zuhause."

Über die Hintergründe der Tat ist noch nichts bekannt, um 6 Uhr morgens gibt es eine weitere Pressekonferenz von Innenminister Karl Nehammer. Wir halten Sie hier über alle Entwicklungen am Laufenden.

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