Historikerbericht: Die freiheitliche Blamage

Andreas Mölzer, Christian Hafenecker, Wilhelm Brauneder und Lothar Höbelt anlässlich der Präsentation des Berichtes der FPÖ-Historikerkommission

Andreas Mölzer, Christian Hafenecker, Wilhelm Brauneder und Lothar Höbelt anlässlich der Präsentation des Berichtes der FPÖ-Historikerkommission

Der freiheitliche Historikerbericht ist eine Blamage. In der DNA der FPÖ sind Geschichtsrevisionismus, Opferkult und ideologische Versatzstücke von Volksgemeinschaft und dem Kampf gegen die „Vermischung von Völkern und Rassen“ allzu fest verankert.

Eine Chance wurde vertan. Und nicht zum ersten Mal. Schon mehrere Parteiobmänner der FPÖ haben im Laufe der Jahrzehnte versucht, sei es aus Einsicht, sei es aus Imagegründen, den nationalsozialistischen Unterschleif in ihren Reihen zu stoppen. Eine Sisyphosarbeit, wie sich herausstellte, die scheitern musste: an der eigenen Verstrickung in das Nazi-Geschehen, am persönlichen, familiären Umfeld, an der Partei selbst, die von Kameradschaftsbünden, Burschenschaften und rechtsextremen Randgruppen gespeist wird; an ideologischen Versatzstücken von Volk und „Volksgemeinschaft“, mit denen das „Fremde“ und die „Vermischung“ bekämpft werden und diese Politik an der Wahlurne auch noch Erfolg hat.

Gescheitert sind sie nicht zuletzt auch an ihrer Bunkermentalität, die die Welt in Freund und Feind scheidet und keinen unabhängigen Geist akzeptiert.

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