Gerüchte um Wallentin als Team-Stronach-Kandidaten verdichten sich

Leo Steinbichler (Team Stronach) und Tassilo Wallentin

Leo Steinbichler (Team Stronach) und Tassilo Wallentin

Steinbichler: „Würde ihn für ausgezeichneten Kandidaten halten“

Wie profil berichtete, wird das Team Stronach in Kürze einen neuen Spitzenkandidaten für die Nationalratswahl am 15. Oktober präsentieren. Die Austria Presse Agentur (APA) hat daraufhin den Namen Tassilo Wallentin genannt. Der „Krone“-Kolumnist und Rechtsanwalt war zuletzt am 24. Mai bei einer Veranstaltung der „Stronach Akademie“ aufgetreten. „Wallentin steht uns sehr nahe mit seinen rechtsliberalen Positionen, das ist kein Geheimnis“, sagt Klubobmann Robert Lugar zu profil. Sonst meint er weiterhin nur: „Kein Kommentar.“ Abgeordneter Leo Steinbichler meint: „Ich schätze Wallentin außerordentlich. Ich würde ihn für einen ausgezeichneten Spitzenkandidaten halten, der ein zweistelliges Ergebnis einfahren kann.“

Wallentin war bis Nachmittag nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Gegenüber der APA hat er eine Kandidatur nicht ausdrücklich dementiert. Wie ORF-Sprecher Martin Biedermann bestätigt, wird ein allfälliger Kandidat des Team Stronach zu allen Wahlkonfrontationen eingeladen werden. Zu den Formaten will Biedermann noch nichts sagen. Aus ORF-Kreisen ist zu hören, dass eine Elefanten-Runde und Einzelkonfrontationen aller Kandidaten fixiert seien. In einer Namensänderung des Team Stronach sieht Biedermann keinen Ausschlussgrund. Nachdem Parteigründer Frank Stronach die weitere Verwendung seines Namens untersagt hat, ist eine Umbenennung auf „Team für Österreich“ geplant. Stronach hat seiner Partei auch den Geldhahn zugedreht. Den Wahlkampf muss das Team aus eigener Kraft finanzieren: „Wir haben genug auf der Kante“, sagt Lugar.

Bei den ORF-Sommergesprächen wird vom neuen Team ohne Stronach noch wenig zu merken sein. Zu Gast: Frank Stronach himself.