Handvenen-Scannern: Big Brother Award für Weidener Bürgermeister

Bürgermeister Schwartz und der Venen-Scanner

Bürgermeister Schwartz und der Venen-Scanner

Auszeichnung für besonders verantwortungslosen Umgang mit den Daten von Bürgern.

Es gibt Ehrungen, bei denen die Ausgezeichneten sich lieber wegducken. Der Big Brother Award, verliehen für besonders verantwortungslosen Umgang mit den Daten von Bürgern, gehört dazu. Am Freitag wurde im Wiener Rabenhof Theater der Preis 2019 verliehen. Er ging an Wilhelm Schwartz, ÖVP-Bürgermeister der burgenländischen Gemeinde Weiden am See. Gewürdigt wurde damit dessen Pionierleistung, den Zutritt zum örtlichen Strandbad mit Handvenen-Scannern ausgestattet zu haben (profil berichtete exklusiv darüber).

Der Big Brother Award

Der Big Brother Award

Bitteres Lob

Markus Kainz, Präsident der Datenschutz-Organisation „quintessenz“ und Jury-Vorsitzender, erklärt, man habe den Weidener Bürgermeister vor den Vorhang geholt, weil er „eine Technologie aus dem Hochsicherheitsbereich in die Sphäre der Freizeit übertragen und damit einen wichtigen Beitrag zu ihrer Verharmlosung geleistet hat“. So bitter kann Lob klingen.

Edith Meinhart über den Handvenenscanner