Ibiza-Affäre: Ehemaliger Strache-Sicherheitsmann hat Verbindungen zu Anwalt M.

Screenshot aus dem Ibiza-Video

Screenshot aus dem Ibiza-Video

Er beschäftigte M. mehrfach als Rechtsvertreter, dementiert aber jede Involvierung in den Fall.

Spielt ein langjähriger Vertrauter von Heinz-Christian Strache eine Rolle in der Ibiza-Affäre? Wie profil-Recherchen belegen, hat ein ehemaliger Sicherheitsmann des zurückgetretenen FPÖ-Chefs und -Vizekanzlers Verbindungen zum Wiener Anwalt M., der nach Aussagen von Johann Gudenus als einer der Drahtzieher der Affäre um das belastende Video gilt. „Ich habe M. in mehreren Fällen als Anwalt beschäftigt“, sagt der frühere Strache-Mitarbeiter in einem Telefoninterview mit profil (die Zitate wurden von ihm autorisiert).

Seiner Darstellung nach hat M. 2011 erstmals ein Mandat in einem privaten Rechtsfall übernommen und war auch in den Jahren danach immer wieder für ihn tätig, etwa in einem Verwaltungsstrafverfahren und rund um ein (geplatztes) Immobiliengeschäft. „Daran ist nichts Verwerfliches.“

Von der gesamten Ibiza-Operation selbst habe er zu keinem Zeitpunkt gewusst, er sei im Juli 2017 auch nicht auf der spanischen Insel gewesen. „Wir haben Strache nur zum Flughafen Schwechat gebracht und dort abgeliefert. Bei privaten Reisen waren wir nie dabei. Ich will in diese Sache nicht hineingezogen werden, ich habe damit nichts zu tun.“

Mehr zum Thema lesen Sie im kommenden profil 22/2019, das am 26. Mai erscheint.