Justizministerin Alma Zadic
Justizministerin Alma Zadic

© Walter Wobrazek

Österreich
02/26/2020

profil-Morgenpost: Gschnas im Ministerium

Guten Morgen!

Während bei Kabarettisten das ganze Jahr Fasching herrscht, bemüht sich die Politik vor allem dieser Tage um Humor: Vergangene Woche hatten die Late-Night-Entertainer Stermann und Grissemann in ihrer Sendung Willkommen Österreich besonders Justizministerin Alma Zadić und EU-Ressortchefin Karoline Edtstadler auf dem Kieker. In zusammengeschnittenen Clips aus Reden Zadić’ und Edtstadlers legte man den beiden türkis-grünen Politikerinnen absurde Sätze zum Thema Kochen und Gerichte (kulinarisch gemeint, nicht justiziell!) in den Mund. Die Lacher waren sicher.

Schwarzer Humor

Die beiden Ministerinnen reagierten darauf gestern mit Schmäh: Zadić lud Edtstadler quasi zum Faschingsschmaus in ihr Ministerium und postete ein Bild davon in den sozialen Medien. Kredenzt wurde statt Krapfen und Heringssalat allerdings italienischer Aufschnitt - was in Zeiten wie diesen wohl eher als schwarzer Humor zu werten ist.

Ernsteren Themen widmet sich die Justizministerin in unserer neuen Ausgabe. Im ausführlichen Interview mit Eva Linsinger, Michael Nikbakhsh und Stefan Melichar spricht Alma Zadić über die überlange Causa Eurofighter, Hass im Netz oder die Justizschelte des Bundeskanzlers.

Verfrühter Faschingsscherz

Mit einem verfrühten politischen Faschingsscherz beschäftigte sich wiederum Redakteur Jakob Winter. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hatte ja bekanntlich vorgehabt, seiner Lebensgefährtin einen Landesjob zuzuschanzen – was aufgrund massiver Kritik letztlich zurückgezogen wurde. profil ging deshalb der Frage nach, inwiefern Jobs für Verwandte und üppige Spesen eine österreichische Spezialität sind. Fazit: In puncto Compliance-Regeln könnte man hierzulande getrost den Gürtel enger schnallen.

Über weitere Entwicklungen in dem Bereich darf man gespannt sein – und spätestens zu Ostern wird man generell politisch Bilanz ziehen. Ziemlich genau zur Auferstehung Christi endet dann nämlich auch die 100-tägige „Schonfrist“ der Regierung.

In der Zwischenzeit wünschen wir frohes Fasten und gute Gesundheit!

Thomas Hoisl

P.S. Gibt es etwas, das wir an der "Morgenpost" verbessern können? Das Sie sich von einem Newsletter in aller Herrgottsfrüh wünschen würden? Das Sie ärgert? Erfreut? Wenn ja, dann lassen Sie es uns unter der Adresse [email protected] wissen.