Sebastian Kurz

Sebastian Kurz

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Österreich
10/09/2021

Stationen von Sebastian Kurz: Von der JVP bis ins Kanzleramt

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) tritt nach den Korruptionsvorwürfen gegen ihn zurück und wechselt als Klubchef der ÖVP in den Nationalrat.

Die wichtigsten Stationen in der politischen Karriere von Sebastian Kurz.

- Kurz beginnt in der JVP und ist zunächst 2008 Landesobmann der Jungen ÖVP Wien, 2009 wird er Bundesobmann und bleibt das bis 2017.

- Von 2010 bis 2011 ist er Mitglied des Wiener Gemeinderats und Landtags.

- Der damalige ÖVP-Obmann Michael Spindelegger holt Kurz als Intergrationsstaatssekretär im Bundesministerium für Inneres. Dort bleibt er von 21.04.2011 bis 16.12.2013.

- Im Kabinett Faymann II wird er am 16.12.2013 Außenminister und bleibt dies bis 18.12.2017.

- Im Wahlkampf 2017 verfolgt Kurz mit einem engen Kreis von Vertrauten, die nun Beschuldigte im der mutmaßlichen Inseratenkorruption sind, das "Projekt Ballhausplatz", mit dem er die ÖVP-Parteiführung von Reinhold Mitterlehner übernimmt, Neuwahlen anzettelt und zum Kanzler wird.

- Am 18.12.2017 wird Kurz als Kanzler der türkis-blauen Koalition mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache als Vizekanzler angelobt.

- Am 17. Mai wird das Ibiza-Video publik.

- 18. Mai: Tags darauf treten zunächst Strache und FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus zurück. Am Abend kündigt Kurz die Koalition mit der FPÖ auf und Neuwahlen an.

- 22. Mai: Kurz stellt seine Übergangsregierung vor und Bundespräsident Alexander Van der Bellen gelobt sie an.

- 27. Mai: SPÖ, FPÖ und die Liste JETZT bringen mit einem Misstrauensvotum in einer historischen Nationalratssitzung die Regierung zu Sturz.

- Es folgen Neuwahlen am 29. September, die Kurz neuerlich gewinnt.

- Am 07.01.2020 wird Kurz als Kanzler einer türkis-grünen Regierung mit Grünen-Chef Werner Kogler als Kanzler angelobt.

- 6. Oktober 2021: Im Bundeskanzleramt und Büros im Finanzministerium werden Razzien durchgeführt.

- 7. Oktober: Die Grünen stellen die Handlungsfähigkeit des Kanzlers infrage. Die ÖVP stemmt sich - zumindest nach außen - zunächst dagegen. Intern soll es Druck der Landeshauptleute zu einem Rücktritt gegeben haben.

- 8. Oktober: Die Grünen fordern die ÖVP auf Kurz durch "eine untadelige Person" auszutauschen, Kurz lehnt das noch einmal ab. Es tauchen weitere belastende Chats auf.

- 9. Oktober: Kurz erklärt seinen Rücktritt als Kanzler. Er wird Klubobmann und ÖVP-Chef. Türkis-Grün kann vorerst weiter regieren.

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